„Ham & Egg“ begeistern mit „Gute-Laune-Show“

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Schrill, schräg, bunt, frivol: Das Travestie-Duo „Ham & Egg“ alias Jörg Dilthey und Andreas Schmitz begeisterte die Halveraner in der Realschulaula restlos.

HALVER - Mit Musik, Tanz und Eleganz entführte das Duo „Ham & Egg“ am Samstag in der Aula der Realschule in die bunte, glamouröse Welt der Travestie. „Show, Show. Alles Show“ flachsten die beiden sympathischen Künstler, die ihr Publikum im rappelvollen, wegen des Andrangs erweiterten Saal von Anbeginn an um den kleinen Finger wickelten.

Glanz, Glitzer und Glamour, einen Hauch von Las Vegas, Pariser Schick und rheinische Lebensfreude mit leisen Zwischentönen brachten sie zu ihrem Streifzug durch 40 Jahre Pop und Schlager mit. Nicht satt sehen konnten sich die Zuschauer an diesen schrägen Paradiesvögeln, die sich am Ende zu Frank Sinatras berühmtem „My Way“ auf offener Bühne in die Privatpersonen Jörg Dilthey (Ham) und Andreas Schmitz (Egg) verwandelten.

Dem Motto gemäß: „Wenn der Vorhang fällt, ziehen wir wieder Hosen an und kehren zurück in die Welt“, enthüllten sie ihre wahre Identität. „Standing Ovations“ des begeisterten Publikums waren diesem erfolgreichen und schrillen Travestieduo gewiss. Auf hohen Hacken stolzierten „Ham & Egg“, die sich bei ihren frechen, nicht immer jugendfreien Conferencen gern mal unter der Gürtellinie tummelten, durch ihre hinreißend verrückte Welt. In atemberaubenden Kostümen entfachten sie ein wahres Bühnenfeuerwerk.

Witzig und frivol, perfekt geschminkt und für jeden Schabernack zu haben. Ohrwürmer, die jeder kennt, standen im Zentrum der Gute-Laune-Show, die mit einer fulminanten Lichtschau, und mit lustigen Mitmachaktionen überraschte und entzückte. Stimmgewaltig pickten sich „Ham & Egg“, selten – der steten Verwandlung wegen – zu zweit auf der Bühne zu erleben, aus 40 Jahren Pop und Schlager ihre Rosinen heraus. Mit Hits von Udo Jürgens bis Caterina Valente, von Abba bis Steppenwolf garnierten sie ihre Show.

Neu interpretiert, verwoben sie Evergreens zu einem schillernden Kaleidoskop. Sogar Miss Liberty (Freiheitsstatue), die zur Melodie von „Ich war noch niemals in New York“ so gern nach Hollywood oder ins Weiße Haus ausgewandert wäre, durfte da wehmütig Pläne schmieden. Eine wahre Augenweide waren die Kostüme, die in einen Rausch der Farben versetzten. Jede Menge Strass umschloss „die Astralkörper“ der schrägen „Super-Weiber“, die mit einer gehörigen Portion Selbstironie versehen sind. Ein Kostüm kam einfallsreicher als das andere daher. Riesige Hüte, üppige Federkragen, Boas und Glitzerstoffe boten dem Auge einen wahren Festschmaus dar.

 Als Vogel Strauß mit Tourist obendrauf, Lady Liberty (Freiheitsstatue), Sahnetörtchen oder Marionette sangen, tanzten und witzelten sich „Ham & Egg“ – im wahren Leben Beamte – durch ihre schräge und doch so warmherzige Revue. - Monika Salzmann

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