Totgesagte leben länger: Die „Galerie“ gibt‘s noch

Durchaus provokant: Das Plakat zur „Galerie der Künste“.

HALVER ▪ Es gibt sie also doch noch: die „galerie regional“. Allerdings in einem anderen Gewand: Der freischaffende Künstler Marek Tomicki und Matthias Clever vom jungen Kulturverein „Kult“ stellten die „Galerie Regional(e) – Galerie der Künste“ als legitime Nachfolgerin der etablierten Ausstellung vor.

Vom 9. bis zum 11. September sollen Künstler jedes Genres die Gelegenheit haben, ihre Werke im und um den Kulturbahnhof zu präsentieren. Kunst und Kultur in Halver – ein Bereich, der in letzter Zeit kontrovers diskutiert wird (siehe auch 2. Lokalseite). Nicht nur in Sachen „Häuser der Kunst“ gibt es verschiedene Interessen und Lager, auch die ehrwürdige „galerie regional“ war immer wieder Bestandteil grundsätzlicher Debatten. Noch im Mai hatte Vakt-Vorsitzende Karin Schloten-Walther betont, die „galerie regional“ sei „sanft entschlummert“. „Das stimmt so aber nicht“, kontert Matthias Clever von „Kult“. Die Stadt werde auch bei der „Galerie der Künste“ als Ausrichter fungieren und habe den Verein „Kult“ mit der Organisation einer „neuen Galerie“ beauftragt. Das Resultat stellten Clever und Tomicki vor: Eine Ausstellung, die mehr als eine pure Exposition sein soll, da sie zudem mit Events und musikalischen Höhepunkten gespickt sein wird.

Der Zeitpunkt im September ist dabei bewusst gewählt. „Wir wollten weg vom November, wo wir immer schlechtes Wetter hatten und kaum das Außengelände nutzen könnten“, so Clever. Dabei soll auch unter freiem Himmel Kunst erlebbar gemacht werden. „Wir wollen die Galerie für alle möglichen Sparten öffnen und sie auf diese Weise bereichern“, sagt Marek Tomicki, der als künstlerischer Leiter der Ausstellung fungiert. Kunst soll nämlich Kultur treffen: Nicht nur Gemälde, Grafiken und Skulpturen sollen Platz in der „Galerie der Künste“ finden, sondern auch Fotografien, Videos, literarische Texte oder auch Musik.

Um die Ausstellung mit Leben zu füllen, sind nun jedoch die heimischen Künstler gefragt: Die Ausschreibung für interessierte Kunstschaffende läuft noch bis zum 10. August. „Für die Teilnahme an der Galerie Regional(e) können sich alle Künstler bewerben, egal ob etabliert oder noch im Untergrund verborgen, verbandsorganisiert oder nicht – einzig die Qualität zählt“, betont Tomicki. Das Besondere: Das Thema der Arbeiten ist nicht vorgegeben. Aussagekräftige Fotos (Videos/Texte) von einigen Werken können zusammen mit einer aktuellen Kurzbiografie per Mail an post@galerie-regional.de eingereicht werden. Weitere Informationen gibt es im Internet (http://www.galerie-regional.de) oder telefonisch unter 01 75 / 7 13 79 56. ▪ Frank Zacharis

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