150 Tonnen Futter gerettet: Bio-Bauer ist erleichtert

Hand in Hand mit der Feuerwehr: Henning Wolf kletterte immer wieder aufs Silo, um sich selbst ein Bild von der Rauchentwicklung zu machen. ▪ Weber

OBERBRÜGGE ▪ Henning Wolf kann aufatmen. Die Feuerwehrleute haben fast das komplette Futter im brennenden Silo gerettet – rund 150 Tonnen. Der Bio-Landwirt ist damit knapp einer Katastrophe entkommen.

Donnerstagabend merkt Henning Wolf, dass es im Silo viel zu heiß ist. „Meine Mitarbeiter und ich haben zunächst versucht, das Feuer selbst zu löschen. Aber wir hatten keine Chance.“ Also habe er das Silo abgedichtet und die Feuerwehr alarmiert. Kurze Zeit später stehen 46 Einsatzkräfte des THW, des DRK sowie vom Löschzug Oberbrügge-Ehringhausen, Halver und der Lüdenscheider Feuerwehr inklusive Drehleiter auf seinem Hof an der Heerstraße. Es könnte so einfach sein: Mit Hilfe eines Schaumteppichs wäre das Feuer schnell gelöscht. „Das hätte aber alles zerstört“, sagt Wolf.

Als Bio-Landwirt darf er nämlich nur Futter aus biologischem Anbau verwenden. Doch die derzeitige Trockenheit verspricht keine große Ernte. Und 150 Tonnen seien „nicht mal eben so zu organisieren“. Es ging also um einiges: „Ich bin sehr froh, dass die Feuerwehr mir so gut geholfen hat. Ich möchte mich bei allen Einsatzkräften herzlich bedanken.“

Die Lösung des Problems war zwar aufwendig, hat sich aber gelohnt: Durch ein externes Rohr konnten die Helfer den Rauch ablassen. Die Technik dafür hatte Henning Wolf auf dem Hof parat. Immer wieder ist er selbst am Futterturm hochgeklettert, um die Lage zu überprüfen.

Der Rauch ist schließlich weg und der Brandherd lokalisiert. „Wir konnten dann ziemlich punktgenau löschen, ohne viel Wasser zu verwenden“, erklärt Michael Keil, Pressesprecher der Feuerwehr. Henning Wolf glaubt, dass tatsächlich kaum Futter beschädigt worden ist – das komplette Ausmaß wird sich jedoch erst im Winter zeigen. Dann braucht er die Nahrung für seine Bio-Rinder. ▪ Lisa Weber

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