Tiger und Löwen machen den Unterschied aus

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Unterhaltung der tierischen Art: Der Dompteur Dominic Fischer muss stets wachsam sein.

HALVER ▪ Die Spannung steigt mit der Pause. Nicht der Zusatzbeitrag von 3 Euro für den rollenden Zirkuszoo, den Besucher noch einmal berappen müssen, sorgt für Vorfreude. Es sind vielmehr die Aufbauten, die in der Manege laufen. Hohe Zäune werden miteinander verbunden, bis sie sich in das Rund einfügen.

Auf den großen Stahlpodesten an der Innenseite werden gleich Raubtiere stehen. Und mit lauter Hintergrundmusik ist eine Stunde nach Beginn der bis dahin netten Vorführung der ernste Teil an der Reihe. Dompteur Dominic Fischer und seine Raubtiere lassen es krachen: der Mensch mit der Peitsche und die Tiger sowie Löwen mit deutlich vernehmbaren Brüll-Einlagen.

Spätestens jetzt schlägt das Herz der auf den Zuschauerrängen sitzenden Zirkusbesucher ein bisschen schneller. Das der Tierfreunde aufgrund der Frage, ob den Tigern und Löwen diese Art von Leben gefällt, die anderen können erleben, was nicht allzu häufig in Halver zu sehen ist. Raubtiere, und die befinden sich nur ein paar Armlängen von den Besuchern getrennt, das aber durch einen Sicherheitszaun. Und dass es sich nicht um Schmusekatzen handelt, wird schnell deutlich. So ist der Dompteur stets auf Zack, wenn ein Tiger oder, in der vorherigen Darbietung, ein Löwe sich nicht so bewegt, wie offenbar zuvor geplant. Mit der Peitsche in der einen und einem langen Stock in der anderen Hand ist er sozusagen die Gazelle in der Manege.

Die Darbietungen der Zirkus-Akteure lebt genau von diesem kleinen Nervenkitzel. Vieles, was ansonsten dargeboten wird, ist gute Artistik mit Clownerie und schöne Unterhaltung für die überwiegend jungen Besucher.

Auf Jugend setzt auch der Zirkus. Denn nicht nur der deutlich hervorstechende Artist „Sanchez“ zeigt mit Einlagen auf einem überdimensional großen Ball oder einer Wippe sein Können. Auch bei Madeleine, einer jungen Nachwuchsartistin, die auf einem Halbmond bereits sehr ansehnlichen „Sport“ betreibt, ist das Potenzial vorhanden.

Natürlich darf auch ein Zauberer ebenso wenig fehlen wie weitere Zirkustiere. Pferde auf einer Wippe zählen dazu, aber auch Ziegen, die über Stege laufen oder in die Höhe klettern müssen. Schön, wenn dabei nicht nur Geleitschutz gegeben wird, sondern auch der menschliche Rücken als Treppenstufe hinab die scheinbare Angst des Tieres vor dem Abstieg vergessen macht.

Insgesamt eine schöne Unterhaltung für die ganze Familie, die aber natürlich ihren Preis hat. ▪ Marco Fraune

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