Tierschutzverein setzt auf Kastration von Katzen

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Auf eine Eindämmung der Katzen-Population setzt der Tierschutzverein Halver-Schalksmühle schon jetzt: In der Auffangstation werden die Tiere geimpft und kastriert.

HALVER ▪ Die jetzt erwogene Kastrationspflicht als letztes Mittel gegen die Vermehrung von streunenden Katzen wird vom Tierschutzverein Halver-Schalksmühle begrüßt. Auch in der Stadt im Grünen sehen sich die Vorsitzende Jana Schmidt und ihre Mitstreiter einer steigenden Anzahl von aufgenommenen Tieren gegenüber.

Ein Grund: „Das Geld wird natürlich knapper, nicht jeder Halter kann sich eine Kastration leisten.“ Daher blicken die heimischen Tierschützer mit Wohlwollen auf die Überlegungen des NRW-Naturschutzministeriums, die auch eine finanzielle Unterstützung von Tierschutzverbänden bei ihren Bemühungen für eine höhere Kastrationsquote erwägen (wir berichteten).

Auf eine Eindämmung der Katzen-Population setzt der Tierschutzverein Halver-Schalksmühle schon jetzt, erklärt Schmidt im AA-Gespräch. „Unsere Tiere werden auch nur kastriert vermittelt.“ So soll ein Beitrag zur Begrenzung geleistet werden.

Schließlich bemerken die heimischen Tierschützer schon jetzt die Auswirkungen einer steigenden Zahl von frei laufenden Katzen. Der Großteil der 25 im vergangenen Jahr aufgenommenen Tiere seien Fundtiere gewesen, nur wenige wären abgegeben worden. Die größere Zahl erfordere sogar einen Umbau der Auffangstation am Langenscheid. „Wir sind dabei, Platz zu schaffen“, verweist die Vorsitzende auf aktuell acht Tiere, die aber nicht alle in einem Raum gehalten werden dürfen beziehungsweise nicht immer können.

Von einer ähnlichen Platznot aufgrund einer Vielzahl von Katzen bei anderen Tierschutzvereinen, weiß Schmidt auch zu berichten. Da dort ebenfalls eine Vermittlung erfolgen soll, werde die Abgabegebühr trotz hoher Kosten durch Kastration und Impfungen gering gehalten. „Sonst würden wir die Tiere überhaupt nicht vermittelt bekommen.“ Die Abgabegebühr, in der auch ein Kastrationsgutschein enthalten ist, hängt vom Alter der Tiere ab. Doch: „Der Aufwand wird nicht entschädigt.“ Es handelt sich laut der Tierschutzvereinsvorsitzenden um ein Zuschussgeschäft. ▪ Marco Fraune

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