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Tierschutzverein Halver-Schalksmühle existiert weiter

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Von: Sarah Lorencic

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Katerchen Connor, der sich derzeit noch in der Obhut von Liane Kaddatz von Lilly’s-Catsitter-Service befindet, hat schon einen Interessenten, der ihm ein liebevolles Zuhause geben möchte.
Katerchen Connor, der sich derzeit noch in der Obhut von Liane Kaddatz von Lilly’s-Catsitter-Service befindet, hat schon einen Interessenten, der ihm ein liebevolles Zuhause geben möchte. © Othlinghaus, Björn

In Corona-Zeiten ist der Verein nicht so präsent gewesen wie sonst. Jetzt geht es wieder los. Sie feierten ein tierisch schönes Fest mit vielen Neuigkeiten.

Halver/Schalksmühle – Zwar konnten in den letzten zwei Jahren angesichts der Corona-Pandemie keine Veranstaltungen stattfinden, aber beim Tierschutzverein Halver-Schalksmühle hat sich dennoch einiges getan. Stolz konnten die Mitglieder unter der Leitung der 1. Vorsitzenden Jana Schmidt im Rahmen ihres Sommerfestes an der Auffangstation, Langenscheid 8, einige Neuerungen vorstellen, die sich vor allem für die zahlreichen Tiere auszahlen, die dort Unterschlupf gefunden haben.

So präsentierte zum Beispiel die stellvertretende Leiterin der Auffangstation Petra Steiner ein großes Freigehege für Katzen, das die Tiere bei den derzeit angenehm sommerlichen Temperaturen schon gerne als Aufenthaltsort nutzen. Ein Teil des Geheges ist allerdings noch nicht fertig gestellt – in Kürze wird es aber ebenfalls geöffnet und bietet den Tieren einen noch größeren Bewegungspielraum. Wohl fühlen sich die Samtpfoten auch auf den insgesamt vier Katzen-Freiluft-Balkonen, die am Gebäude der Auffangstation an den Fenstern angebracht sind. Hier können sich die Tiere an der frischen Luft aufhalten, ohne dass sie fliehen können. Ein Teil der Balkone wurde durch Mark-E gesponsert, der übrige Teil wurde von Bürgern finanziert, die beim Tierschutzverein Patentiere haben.

Verein mit mehr als 100 Mitgliedern

„Nachdem die Menschen während der Corona-Pandemie nichts von uns gehört und zudem mitbekommen haben, dass wir keinen Fundtiervertrag mehr mit der Stadt Halver haben, denken viele, uns gebe es gar nicht mehr“, bedauert die stellvertretende Leiterin der Auffangstation. Doch da die rund 20 aktiven Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – insgesamt verfügt der Verein über rund 100 Mitglieder – ausschließlich ehrenamtlich tätig sind, konnte die durch einen Fundtiervertrag gegebene Verpflichtung, alle von der Stadt vermittelten Tiere aufzunehmen, nicht mehr erfüllt werden. „Zeitweise haben wir bis zu 50 Katzen bei uns gehabt, und das konnten wir einfach nicht stemmen“, so Petra Steiner.

Dennoch ist der Tierschutzverein Halver-Schalksmühle natürlich weiterhin aktiv und jeder, der ein Tier gefunden hat, kann sich nach wie vor an ihn wenden. Ferner wurde auf dem Gelände der Auffangstation ein neues Gehege für das Wachtelpärchen errichtet, das bei den Tierschützern sein Zuhause gefunden hat. „Vor etlichen Jahren ist uns eine der Wachteln vor ein Fenster geflogen, und wir haben uns um den Vogel gekümmert“, erklärt dazu Petra Steiner. „Da das Tier im Anschluss bei uns geblieben ist, sollte es nicht ohne Gesellschaft bleiben und wir haben ihm ein ‘Mädchen’ dazu besorgt.“

Baby-Katzen auf dem Fest

Nun wurde den beiden Zierwachteln während der Corona-Zeit ein neues Heim gebaut, das auf dem Sommerfest in Augenschein genommen werden konnte. Zum Sommerfest waren wieder zahlreiche Gäste mit einem umfangreichen Angebot zur Auffangstation gekommen, darunter unter anderem Liane Kaddatz, die in Halver „Lilly’s-Catsitter-Service“ betreibt und Menschen hilft, die zum Beispiel während der Urlaubszeit ihre Katze gut versorgt wissen möchten. Sie hatte vier Babykatzen zum Sommerfest mitgebracht, die zwar alle unterschiedlich aussehen, jedoch aus einem Wurf stammen. Drei der vier Kätzchen, darunter der beigefarbene Conor, haben bereits Interessenten, die ihnen, wenn sie groß genug sind, ein neues Zuhause geben möchten.

Darüber hinaus waren auf dem Sommerfest die „Tiersnackeria“ und die Tierheilpraxis Schick, beide aus Radevormwald, der Heushop aus Breckerfeld, Dogwalkerin Sarah Neumann aus Kierspe, Imker Bruno Erlinghagen aus Meinerzhagen, winnypack mit Hundedecken und Hundespielzeug aus Radevormwald sowie Eva Boetzel aus Halver vor Ort, die Tücher und andere Utensilien anbot und ihre Erlöse dem Tierschutzverein zugutekommen lässt.

Eine Tombola mit attraktiven Preisen, die vom Einzelhandel oder Privatpersonen aus Halver, Lüdenscheid und Kierspe gespendet worden waren, sowie einen Flohmarkt, bei dem überwiegend Tier-Zubehör angeboten wurde, erwartete die zahlreich erschienenen Besucherinnen und Besucher ebenfalls. Für eine gute Verpflegung war ebenfalls gesorgt.

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