„Wir sind einfach bis oben hin voll“

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Die kleine Lucy sucht dringend ein neues Zuhause. Sie wurde verlassen in ländlicher Gegend aufgefunden. ▪

HALVER ▪ Vorsichtig schiebt das kleine „Wollknäuel“ mit der Pfote den Ball hin und her. Das Licht im Raum färbt das Fell der zehn Wochen alten Perser-Mix-Katze schokoladenbraun. Mit ihren blauen Augen blinzelt Lucy kurz in die Kamera. Dann widmet sie sich wieder ihrem Spielzeug.

Vor einer Woche war das Tier in ländlicher Gegend aufgefunden und zu den Mitgliedern des Tierschutzvereins Halver-Schalksmühle gebracht worden. Dort wartet sie nun in der Auffangstation auf ein neues Zuhause. Doch sie ist nicht allein. Derzeit erlebt die Auffangstation eine regelrechte Katzenschwemme. „Wir sind einfach bis oben hin voll“, bringt es Kassenwartin Petra Schrön auf den Punkt. Viele Samtpfoten warten dringend auf neue Besitzer.

Unter ihnen auch die schwarze „Peewee“ und der grau-getigerte „Nugget“. Die fünf Monate alten Katzen sind seit dem 19. August in der Auffangstation. Da das Duo sehr aneinander hängt, sollen sie auch nur gemeinsam abgeben werden.

Im selben Alter ist Joshy. Der graue und sehr aufgeweckte Kater wurde Ende September am Rosenweg aufgefunden. Nun hofft auch er, ebenso, wie der anderthalbjährige, rot-weiß getigerte Kater „Garfield“, dass er bald ein gemütliches Plätzchen in einem neuen Zuhause findet.

Die große Anzahl an Katzen in der Auffangstation bringt das Team des Tierschutzvereins vor allem platzmäßig an die äußerste Grenze. So gebe es zur Zeit keine freie Stelle mehr auf der Quarantäne-Station. Das sei sehr problematisch, da Neuzugänge nicht sofort zu den anderen Tieren gesetzt werden könnten.

Auch der fünf Monate alte „Luca“ musste einige Zeit in Quarantäne verbringen. „Er kam am 2. August mit Katzenschnupfen zu uns. Wir haben ihn behandelt und jetzt ist er seit acht Wochen beschwerdefrei“, freut sich die Vereinsvorsitzende Jana Schmidt. Nun könne der schwarz-weiße Kater vermittelt werden. Er ist laut Schmidt sehr lebhaft und verschmust.

Aber nicht nur der fehlende Platz ist ein Problem. Durch die Vielzahl der Tiere sei es auch schwer, genug Personal zur Versorgung der Katzen zu finden. „Insbesondere für die Frühschicht bräuchten wir ganz dringend Verstärkung“, erklärt Schmidt. Ebenso sei es finanziell gerade sehr schwer.

Wer den Tierschutzverein unterstützen möchte, kann auf das Konto 68452 der Sparkasse Lüdenscheid, Bankleitzahl 45850005, spenden. Infos gibt es unter 0 23 53 / 13 97 05 oder 01 78 /7 63 16 13. ▪ Jana Peuckert

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