Hütten sollen Samtpfoten im Winter Schutz bieten

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Ein gemütliches Heim sollen solche Hütten im Winter den wild lebenden Katzen bieten.

HALVER - Ein abwechslungsreiches Programm erwartet die Besucher beim Tag der offenen Tür des Tierschutzvereins Halver-Schalksmühle am Sonntag, 14. Juli: In der Zeit von 11 Uhr bis 17.30 Uhr wird die Auffangstation am Langenscheid wieder ihre Pforten öffnen.

In diesem Jahr wird eine Rettungshundestaffel zu Gast sein, so dass die Besucher „Spürnasen live in Aktion“ erleben können. Um Vertrauen und Geschick geht es im Parcours, den Mensch und Hund gemeinsam durchlaufen können. Joy Streit gibt zudem Tipps zur Hundeerziehung. Und mit einer großen Kuchentheke wird für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt. Natürlich gibt es auch wieder etwas Leckeres, Hübsches oder Praktisches für das Haustier zu finden.

Den Tierschützern um Vorsitzende Jana Schmidt ist es darüber hinaus ein Anliegen, über wichtige Themen zu informieren. Ein trauriger Dauerbrenner ist dabei das Elend verwilderter Katzen. Das versuchen die Tierfreunde in zweierlei Hinsicht abzumildern. Einerseits durch regelmäßige Kastrationsaktionen. Keine leichte Aufgabe übrigens, denn die Tiere müssen mit so genannten Lebendfallen eingesammelt werden. Operiert erwachen sie später in ihrem Revier wieder aus der Narkose. Katzenschutzhütten sollen ihnen im Winter ein wenig Wärme bieten. „Die Hütten sind mit Styropor ausgekleidet und mit einer Katzenklappe versehen. Das Dach ist abnehmbar, so dass man es mit Stroh auslegen kann“, erläuterte Petra Schrön.

Das Ganze sei kein Luxus, sondern Gesundheitsvorsorge. Zwei bis drei Katzenschutzhütten würden die Tierfreunde gern im Winter aufstellen und an den entsprechenden Stellen auch die Tiere füttern. Ganz billig ist eine solche Katzenwohnung, in der zwei bis drei Tiere Platz haben, nicht. Pro Hütte fallen 90 Euro an. „Unterstützer können Gutscheinanteile im Wert von 5 oder 10 Euro erwerben“, erklärte Schmidt. Von diesen Gutscheinanteilen wiederum werden die Hütten gekauft.

Informieren möchten die Tierschützer am Tag der offenen Tür außerdem über das „Tierschutzlabel“. Betriebe, die sich nach diesen Kriterien zertifizieren lassen, ermöglichen den Tieren ein besseres Leben und dem Verbraucher Transparenz. Konkret geht es um eine artgerechte Ausstattung der Ställe, schonende kurze Tiertransporte und zuverlässige Betäubung vor der Schlachtung. - Ursula Dettlaff

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