Tiermuttertag auf dem Hof Allefeld

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Halver - Tierjunge versetzten Jung und Alt am gestrigen Sonntag beim Tiermuttertag auf dem Hof von Hans Allefeld in Heinken-Hedfeld in Entzücken. An Küken, Kälbchen und Lämmern hatten große und kleine Besucher beim Hoffest ihre helle Freude.

Seltene Rassen – darunter ganz neu zwei Lakenvelder Rinder mit breitem weißem Band in der Mitte – waren zu sehen. Um 1750 war die Blütezeit der Zucht der aus den Niederlanden stammenden Tiere. 

Als Freund des Hauses hieß Wolfgang Beisenbusch, Mitglied des gemischten Chors Germania-Hohenplanken, die Besucher zum Hoffest mit Chorgesang, Bewirtung und Begegnung mit den Tieren des Hofs willkommen. 

Chor Germania tritt auf 

Vor den Darbietungen des Chors gab er eine kurze Einführung in die Geschichte des Hofs, der auf eine fast 500-jährige Geschichte verweisen kann. „Der Hof ist der älteste Hof im Märkischen Kreis“, erläuterte er. Erstmals erwähnt worden sei der Hof im Dreißigjährigen Krieg, als der Kreis Rinder an die schwedischen Truppen abliefern musste, die geforderte Anzahl der Tiere aber nicht bereitstellen konnte. Im damals ausgestellten Schuldschein fand der Hof Erwähnung. 

Wie im Vorjahr brachte der gemischte Chor dem Gastgeber und seinen vielen Gästen – darunter zahlreiche Kinder – unter Leitung von Chordirektor Ingo Reich ein beschwingtes musikalisches Ständchen dar. Sangesfreudig gaben die Halveraner amerikanische Volksweisen, die zum ländlichen Charakter der Veranstaltung passten, den Comedian-Harmonists-Dauerbrenner „Mein kleiner grüner Kaktus“ und den Toten-Hosen-Hit „Tage wie diese“ zum Besten. 

Zum neunten Mal feierte Hans Allefeld auf dem alten Hof, wo er geboren wurde, seinen Tiermuttertag. „Das hat ganz klein angefangen“, erzählt er. „Ich habe zuerst die Nachbarn eingeladen.“ Mittlerweile hat sich sein Hoffest etabliert. Sogar ein Wanderverein aus Dortmund hatte sein Kommen zugesagt. 

Für den Landwirt und Schafzüchter Hans Allefeld – von Haus aus Wirtschaftsprüfer – sind die leuchtenden Augen der Kinder „die größte Freude“, wie er zugibt. Aktionen mit Schulen, Kindergärten und der Naju-Jugend aus Schalksmühle-Halver bereiten ihm große Freude. 

Neues Projekt mit der Lindenhofschule 

Momentan hat er mit der Natur-AG der Lindenhofschule ein neues Projekt gestartet und baut zusammen mit den Kindern für Wildbienen ein neues Zuhause. Küken, die in den Einrichtungen geschlüpft sind, tragen so lustige Namen wie Obelix oder Borussia. Hautnah konnten die Besucher die Heidschnucken, Rinder, Puten, Enten, Gänse und Hühnerrassen, die auf dem alten Hof in Heinken-Hedfeld leben, betrachten und sich an den niedlichen Jungtieren erfreuen. Alte Rassen wie die gefährdeten Bronzeputen oder Bergische Schlotterkämme gab es zu bestaunen. 

Ein dickes Dankeschön Hans Allefelds geht an die vielen Helfer, die ihm bei der Ausrichtung des Hoffests tatkräftig zur Seite gestanden haben und auf dem Hof immer wieder mit Hand anlegen. Zur Stärkung zwischendurch gab es beim Fest (Wildschwein)-Bratwurst, Kaffee und Kuchen, Ungarische Suppe vom Galloway-Rind, Maibowle und vieles mehr.

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