Termine beim Tierarzt stark gefragt auch zu Corona-Zeiten

"Wir machen Dienst wie immer"

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Halver – Die Praxis ist geöffnet. „Wir machen Dienst wie immer“, sagt der Halveraner Tierarzt Walter Eichert. Wie gehen Tiermediziner mit der Corona-Situation um? Business as usual? Das ist nur zum Teil der Fall.

Trotz Hochbetriebs in seiner Praxis in Büchen nimmt sich Eichert die Zeit für das Gespräch mit dem Allgemeinen Anzeiger. Das Thema ist ihm wichtig, und ihm ist es ein Anliegen, der allgemeinen Verunsicherung etwas entgegenzusteuern. 

Für viele Menschen sei das Haustier immens wichtig, der Umgang mit Hund oder Katze trage zu Gesundheit und Wohlbefinden bei, weiß er aus Erfahrung. Und deshalb sei das Praxisteam unverändert da für die „Patienten“ und auch für Herrchen und Frauchen, die sich nun schon seit vielen Wochen an die Corona-Regeln halten müssen. 

„Strenge Kanalisierung“ nennt Eichert den derzeitigen Regelbetrieb mit Vorgaben zu Abständen und Schutzmasken. Er selbst und die Mitarbeiter tragen Schutzausrüstung wie Masken, Handschuhe und Visier, was die Arbeit nicht unbedingt erleichtert – und zwar gerade jetzt mit viel Betrieb. Es liege möglicherweise daran, dass die Menschen zurzeit länger zu Hause, vielleicht im Homeoffice, seien und daher auch öfter und länger Kontakt mit ihren vierbeinigen Mitbewohnern hätten. Das führe zu genaueren Beobachtungen und in der Folge auch zur vermehrten Nachfrage nach einem Termin beim Tierarzt, vermutet Eichert. Im Ergebnis jedenfalls ist der Terminkalender keineswegs leerer als in den Zeiten vor dem Ausbruch der Pandemie, die seit Wochen für jedermann den Alltag bestimmt. 

Was Eichert bereits mehrfach erreicht hat, sind Fragen nach der Übertragbarkeit der Krankheit vom Tier auf den Menschen beziehungsweise umgekehrt. Hier gibt der Fachmann aber ziemlich eindeutig Entwarnung. Auch Tiere könnten von anderen Untertypen des Sars-Virus betroffen sein, doch bei Covid-19 sei dies so gut wie ausgeschlossen. In Großbritannien sei es unter Laborbedingungen gelungen, das Virus auf Hunde zu übertragen, im Normalfall werde dies nahezu unmöglich sein, weiß er aus der Fachliteratur. 

Doch nicht nur der tierärztliche Praxisbetrieb läuft unter den erschwerten Bedingungen weiter. Massiv betroffen sind und waren in der Corona-Zeit die Reiterhöfe rund um Halver. Inzwischen sind die Vorgaben etwas gelockert, doch um den Betrieb aufrecht erhalten zu dürfen, waren zahlreiche Maßgaben einzuhalten, um das Übertragungsrisiko zu minimieren. Genaue Zeitpläne für die Reiter, Abstandsvorgaben und mehr waren vorgegeben. Doch auch in der Corona-Krise war die medizinische Versorgung der Pferde stets gegeben, heißt es auf Nachfrage. 

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