Thomas Wiethege bekommt Hans-von-Bemberg-Preis

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Vorzeigekuh „Emmi“ wird von ihrem stolzen Besitzer Thomas Wiethege (rechts) präsentiert. Der Halveraner Landwirt erhielt für seine züchterischen Leistungen gestern den Hans-von-Bemberg-Preis aus den Händen des Präsidenten der Landwirtschaftskammer NRW, Johannes Frizen (links neben Emmi). Die Freude über die Auszeichnung teilten Werner Wiethege (links), seine Frau Liselotte (links) und Schwiegertochter Mirjam Wiethege.

[UPDATE 15.50 Uhr] Halver - Für „die beste tierzüchterische Leistung des Jahres 2014 auf dem Gebiet der Rinderzucht“ wurde dem Halveraner Landwirt Thomas Wiethege gestern der Hans-von-Bemberg-Preis verliehen.

Der Präsident der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Johannes Frizen, würdigte die langjährigen züchterischen Erfolge des landwirtschaftlichen Betriebes im Bereich der rot- und schwarzbunten Milchkühe mit der renommierten Auszeichnung. Das Geheimnis für diesen nunmehr Jahrzehnte währenden Erfolg brachte Thomas Wiethege in seiner Ansprache selbst auf den Punkt: „Rinderzucht war und ist mein Leben – mit allen Höhen und Tiefen, die ich gemeinsam mit meiner Familie durchgestanden und erlebt habe.“

Gerührt nahm der Rinderzüchter gemeinsam mit seiner Frau Mirjam und seinen Eltern Werner und Liselotte Wiethege die Glückwünsche der zahlreichen Gratulanten auf seinem Hof in Birkenbaum entgegen – darunter Vertreter von Zuchtverbänden ebenso wie Kollegen aus der Landwirtschaft und langjährige Wegbegleiter. Auch Landrat Thomas Gemke und Bürgermeister Dr. Bernd Eicker ließen es sich nicht nehmen, Thomas Wiethege ihre Glückwünsche persönlich zu überbringen.

„Zucht ist ein dynamischer Prozess und mit Thomas Wiethege haben wir den Züchter, der auf der Basis seiner Vorfahren die Zucht hervorragend weiterentwickelt hat“, sagte Johannes Frizen in seiner Laudatio. Der Vater Werner war es, der im Jahr 1959 eine Kuh erwarb, mit der die Grundlage für die züchterische Entwicklung des Betriebes geschaffen werden konnte. Etwa jede fünfte Kuh, so erfuhren die Gäste, lasse sich noch heute auf diese Stammkuh zurückverfolgen.

Bis heute erfülle Thomas Wiethege mit seiner praktischen Arbeit im Betrieb und seinem ehrenamtlichen Engagement die Anforderungen an einen Hans-von-Bemberg-Preisträger, hob Frizen hervor. „Der Zuchtbetrieb Wiethege kombiniert seinen züchterischen Erfolg mit einer klaren betriebswirtschaftlich ausgerichteten Wirtschaftsweise.“

Unzählige Preise und Platzierungen auf Landes- und Bundesebene aber auch europaweit konnte Thomas Wiethege auf Schauen einfahren und setzte zudem Maßstäbe in der Zucht erfolgreicher Bullen. So ist bei den Verbandsschauen in Hamm, Bitburg und Krefeld und auch bei der nationalen Holsteinschau in Oldenburg der Name Wiethege eine bekannte Größe.

Der züchterische Erfolg, so sagte Frizen, komme nicht von ungefähr. Schon als junger Mann habe er sich das Ziel gesetzt, in der Rotbuntzucht etwas zu bewegen. „Ich darf hier und heute feststellen, dass Sie das Ziel, größter, oder sagen wir bedeutendster Rotbuntzüchter zu werden, erreicht haben.“

Der Preis

Der undotierte Hans-von-Bemberg-Preis hat eine mehr als 60-jährige Tradition und wird einmal jährlich von der Landwirtschaftskammer NRW für Höchstleistungen auf dem Gebiet der Tierzucht in der jeweiligen Sparte verliehen.

Der Hof

Der Hof Wiethege umfasst 120 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche. Davon sind 92 Hektar Grünland und 28 Hektar Ackerland mit Silomais und Winterweizen. Auf dem Hof leben 115 Milchkühe, 130 Tiere weiblicher Nachzucht und 60 Zuchtbullen. Die durchschnittliche Milchleistung beträgt 10 786 Kilogramm

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