Christmas in Ostendorf

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Halver - „Christmas in Ostendorf“, wummert es basslastig aus den Lautsprechern. Die kleine Sporthalle des Eugen-Schmalenbach-Berufskollegs ist knackenvoll und wartet auf ein Krippenspiel der etwas anderen Art.

Was wäre, wenn die Heiligen Drei Könige Königinnen gewesen wären, hat sich die Theater-AG um Leiterin und Regisseurin Veronik Janek gefragt. 

Und so werden die drei Heiligen Könige verstärkt um das Geburtshilfe-Team von Chantale, Dörte und Uschi, die dem Stück als bislang unbekannte heilige Königinnen auch ihren Namen geben. 

Das klingt schon schräg und kommt in der Realität noch schräger daher auf der kleinen Bühne mit selbst gestaltetem Bühnenbild. Die tierische Belegschaft der Krippe muss das Ensemble eine Viertelstunde vor der Show noch mit Besenstielen von der Decke pflücken, weil sich Ente und Schwein, mit Helium gefüllt, auf die Flucht nach oben gemacht haben. 


Der eine Euro Eintritt für die gut 20-minütige Vorstellung hat sich  auf jeden Fall gelohnt für die mehr als 200 Mitschüler, die immer wieder einbezogen wurden ins Stück, unter anderem damit, dass einer von ihnen das frisch entbundene Jesuskind in den Arm gelegt bekam oder ein blutiges Laken in die Zuschauerreihen flog. 

Knapp vier Wochen hatte das sechsköpfige Ensemble Zeit, Story und Drehbuch zu entwickeln und sich acht Seiten Text anzueignen. Premiere war bei der Lehrerweihnachtsfeier. Einige Tage später war es so ein bisschen Jahresausklang für die Schüler am Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg. Seit 2014 hat die Theater-AG mit ihren Aufführungen vor Weihnachten Tradition, erklärt Janek. 

Zusammengefunden haben sich für das Weihnachtsstück aktuelle und ehemalige Schüler, die neben der Ausbildung viel Freizeit investiert hätten, wie sie sagt. 

Auf der Bühne standen: Maximilian Pondruff, Katharina Zöllig, Natalia Kaczmarek, Melina Belemann, Katharina Langenberg und Luca Blisginnis. Für den Weihnachtsrap mit „Christmas in Ostendorf“ und ein wenig Weihnachtsgeschichte vom Band hatte Markus Quast gesorgt.

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