Pfiffige Gangster-Parodie

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Die Theater-AG der Ganztagsschule und Deutschlehrer Markus J. Beyer (hinten) führten mit Charme, Biss und Ironie die Krimikomödie „Glück muss man haben oder Gangster, Gauner und Ganoven“ auf.

Halver - Mit Charme, Biss und Ironie führte die Theater-AG der Ganztagsschule Halver am Mittwoch in der Pausenhalle in die New Yorker Unterwelt ein. Zwei rivalisierenden Gangsterbanden klopften die Siebt- und Achtklässler bei ihrer Parodie „Glück muss man haben oder Gangster, Gauner und Ganoven“ auf die Finger.

Unter Leitung von Deutschlehrer Markus J. Beyer, auf dessen Idee das Stück basiert, präsentierten die jungen Darsteller ihren Zuschauern ein amüsantes, fantasievolles Stück mit viel Aktion, einer heißen Verfolgungsjagd und einer „Bombenüberraschung“. An den einzelnen Textpassagen, Figurennamen und Kostümen „bastelten“ die spielfreudigen Akteure, die seit einem halben Jahr mit der Entwicklung des Stückes befasst sind, kräftig mit.

Zwei Gangsterbosse, die sich die New Yorker Unterwelt unter sich aufgeteilt hatten, standen im Mittelpunkt des aktionsreichen Geschehens mit heiterem Lokalbezug. Der eine, Don (Seyyid Gökce), war vom Pech verfolgt. Der andere - Gold-Bitch alias Leonie Rust als Königin der Unterwelt - zog aus Bankraub, Erpressung und Drogenhandel dicken Profit. Klar, dass der Don, der bis dato die Fäden aller kriminellen Geschäfte fest in der Hand gehalten hatte, da eine Intrige - schlimmer noch, einen Fluch, witterte.

„Verdammt! Es stinkt zum Himmel! Früher gingen meine Geschäfte prima. Und die Unterwelt zitterte vor mir, dem großen Don! Aber heute, Unglück über Unglück!“, wetterte er erbost. Als Quelle des Übels hatte er seine Erzrivalin im Visier. „Was uns fehlt, ist Glück. Also brauchen wir einen Glücksbringer, jemanden, der uns Glück bringt, einen richtigen Glückspilz“, brachte ihn ein Schlaufuchs aus den eigenen Reihen auf die rettende Idee.

Den Köder, ein Lotterielos in einer von Abertausenden von Tiefkühlpizzen, die Unternehmer Don tagtäglich in alle Welt liefert, fanden ausgerechnet zwei Halveraner Schülerinnen. Das Versprechen im Ohr, eine Millionen Dollar gewonnen zu haben, eilten Lucky (Milena Guein) und Fortuna (Romina Aslan) aus der Provinz ins ferne Amerika, wo sich die Ereignisse überschlugen. Wie beide herausfanden, steckte eine Waage mit geheimnisvollen Kräften hinter der Glückssträhne von Gold-Bitch und der Unglücksserie des Don samt seinen Kumpanen Checker (Konstantinos Karatjolis) und Chicka (Sophie Petroschka).

In fünf Szenen amüsierte das 13-köpfige, witzig aufspielende Ensemble mit seiner pfiffigen Gangsterparodie. Am Ende der zahlreichen Turbulenzen taten sich Don und Gold-Bitch, um Haaresbreite der Polizei entkommen, zusammen, hatten aber nichts als Pech. Lucky und Fortuna, plötzlich reich, kehrten glücklich und zufrieden nach Halver zurück. Als Erzählerin führte Georgia Argiriou die Handlungsstränge zusammen.

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