„The Albert Singers“ öffnen Herzen

Die „Albert Singers“ begeisterten in der Nicolai-Kirche mit ihrem Konzert unter dem Motto „Mother, Father, Life & Love“ und ernteten für ihren Auftritt viel Applaus. - Fotos: Salzmann

HALVER - Gospel verändert zwar nicht die Welt, kann aber Herzen öffnen. Und so trafen „The Albert Singers“ ihre Zuhörer am Sonntagnachmittag in der Nicolai-Kirche mitten ins Herz – mit innigen, emotional berührenden und mitreißenden Liedern.

Zwischen alt und neu, ruhig und temperamentvoll fand der Chor, der das Motto „Mother, Father, Life & Love“ zum roten Faden seines frenetisch gefeierten Konzerts machte, eine wunderbare Balance. Den himmlischen Vater, Mutter Natur, Liebe und Leben ehrten die Lieder. Stimmig bis ins i-Tüpfelchen, lebendig und abwechslungsreich geriet das Programm. Erstmalig führte Matthias Ortmann, Sänger der a cappella-Gruppe „6-Zylinder“ und seit Anfang 2012 neuer musikalischer Leiter des Chores, bei einem Jahreskonzert der „Albert Singers“ die Regie.

A cappella und mit Begleitung auf E-Piano und Klavier begleitete er seine Sängerinnen und Sänger von Höhepunkt zu Höhepunkt. Mit „Standing Ovations“ bedankten sich die Zuhörer – unter ihnen Ehrenchorleiter Albert Göken und Mitglieder befreundeter Chöre – in der voll besetzten Kirche beim Chor für ein Konzert, das noch lange in Erinnerung bleiben wird. Mit ausgefeilten Arrangements, pfiffiger Choreographie und ansteckender Sangesfreude stellte sich der Chor, der seine Zuhörer immer wieder zum Mitmachen einlud, vor.

Tolle Solisten, hervorragend in Szene gesetzt, bereiteten ebenso viel Freude, wie der runde, harmonische Klang des Gesamtchors, der sich auf Zartes und Stimmgewaltiges verstand. Stellvertretend für alle Solisten seien Marcel Kückelhaus („Ain’t got time to die“), Vanessa Kerspe („Still haven’t found“) und Vanessa Dewald („Oh happy day“) hervorgehoben.

Zünglein an der Waage bei vielen Titeln, mit denen sich „The Albert Singers“ in die Herzen sangen, war Saxophonist Rudolf F. Nauhauser aus Köln, Frohnatur und Meister seines Fachs. An den Trommeln sorgte Manni Baumgart bei den afrikanischen Songs des Nachmittags für authentisches Flair. Altbekannte Lieder wie „Amazing Grace“ und „Put your hand“ und neue, überraschend andere Titel führte der Gospelchor im Gepäck. Gospel, die Zeugnis eines lebendigen Glaubens ablegten, aber auch Lieder wie „Hit the road Jack“ oder „It’s raining men“, die sich unter dem Zusatz „More“ zusammenfassen lassen, verknüpften die Sänger unter Ortmanns Leitung zu einem stimmigen Ganzen. Sogar schwierige Stücke wie „African Call“, vom Jazzchor Freiburg ausgeliehen und mittlerweile einer der größten Ohrwürmer des Chors, gelangen mit Bravour.

Die Einnahmen aus dem Konzert sind für die Jugendmusikschule in Bretten im Kraichgau bestimmt, die durch das Hochwasser Anfang Juni einen Schaden von 50 000 Euro erlitten hat. Wie Andrea Reich, Vorsitzende der „Albert Singers, erklärte, stand der Band- und Schlagzeugraum komplett unter Wasser. Ihren nächsten Auftritt haben „The Albert Singers“ am 21. September beim Gospelday in Hamm – dann gemeinsam mit dem Bielefelder Chor „B-Ware - Dem Chor“.

Von Monika Salzmann

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