Traummelodien in der Aula

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Toni Di Napoli und Pietro Pato – am Samstagabend in der Aula der Realschule zu Gast.

Halver - Mit Traummelodien aus den Bereichen Klassik, Musical, Filmmusik, Gospel und Pop verwöhnten die „Tenöre4you“ – Auge und Ohr.

Zu stimmungsvoller visueller Untermalung durch Filmszenen, Städte- und Landschaftsimpressionen bzw. farbige Lichtinszenierungen sangen die beiden Bulgaren, die sich erstmals 2007 beim „Eurovision SongContest“ begegneten, ihre weltweit bekannten Ohrwürmer aus unterschiedlichsten Sparten. Mühelos jonglierten sie zwischen den Stilen und fesselten mit Solodarbietungen und Duetten.

Rund 100 Besucher traten mit den beiden Künstlern, die unter ihren Künstlernamen seit Jahren erfolgreich durch die Lande touren, eine abwechslungsreiche Reise durch die Welt des Gesangs an. Mit seiner kraftvollen, weithin tragenden Stimme ergänzten sich der klassisch ausgebildete Toni Di Napoli und sein junger Kollege Pietro Pato, der mit seiner lyrischen, samtweichen Stimme Spezialist für die gefühlvollen Momente des Abends war, prächtig.

Opernliebhaber kamen bei dem mit Standing Ovations gefeierten Konzert ebenso auf ihre Kosten wie Musicalfans, die mit „Memory“ – in Andrew Lloyd Webbers Erfolgsmusical „Cats“ von der ehemaligen Glamour-Katze Grizabella gesungen – in sehnsüchtigen Erinnerungen an ein früheres Leben versanken. Hand in Hand gingen die visuellen und akustischen Erlebnisse des Abends.

Bei „Moon River“, dem berührenden Auftaktsong des Konzerts, lud Audrey Hepburn in Filmausschnitten zum „Frühstück bei Tiffany“ ein. Jack und Rose, die Liebenden aus James Camerons preisgekrönten Spielfilmdrama „Titanic“, schworen sich zu dramatischen Bildern mit „My heart will go on“ ewige Liebe.

Zum Soundtrack aus dem „Paten“ brachte die Mafia Trauer und Tod. So berühmte Weise wie Schuberts „Ave Maria“, das neapolitanische Volkslied „O Sole Mio“ und Frank Sinatras „My Way“ brachten die beiden Sänger zu Musik vom Band ausdrucksvoll unter einen Hut. Bei bekannten Refrains war das Publikum immer wieder zum Mitsingen und Mitklatschen eingeladen.

Herzerwärmend setzte Pietro Pato sein Solostück „Amazing Grace“ – im 18. Jahrhundert vom Kapitän eines in Seenot geratenen Sklavenschiffes verfasst – um. Die berühmte Tenor-Arie „Nessum Dorma“ aus Puccinis „Turandot“ war bei Toni Di Napoli, dessen Stimmgewalt den gesamten Saal erfüllte, in besten Händen. In der Welt der großen Gefühle und kleinen, bescheidenen Kindheitsfragen, bei „You raise me up“ und „Que Sera“, waren die beiden Sänger gleichermaßen zu Hause.

Zum Abschied durfte ein Song nicht fehlen: „Time to say goodbye“, immer wieder schön und immer wieder erhebend.

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