Tempelmann: Hohe Zufriedenheit, geringe Fluktuation

Personaldebatte im MK: Kämmerer kontert Kritik des Bürgermeisters 

Rathaus Halver
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Rathaus Halver

Der Beigeordnete Markus Tempelmann, als Fachbereichsleiter Finanzen und Zentrale Dienste auch verantwortlich für das Personal im Rathaus, wendet sich deutlich gegen Aussagen von Bürgermeister Michael Brosch.

Halver - In seiner Rede zur Haushaltseinbringung hatte Brosch auch die Personalausstattung der Stadt Halver in den Blick genommen: „Es ist falsch, die Personalpolitik den fiskalischen Zielen komplett unterzuordnen.“

Mit dieser Aussage hatte sich Brosch umgehend kritischen Nachfragen von Grünen (Matthias Clever) und FDP (Sascha Gerhardt) ausgesetzt gesehen. Auf Anfrage reagiert nun auch der Beigeordnete. Er habe mit einer sachlichen und versöhnlichen Haushaltsrede zu einem stimmigen Abschluss seiner Amtszeit in Halver kommen wollen. Die Rede des Bürgermeisters könne jedoch nicht unkommentiert bleiben, weil sie falsche Schlussfolgerungen enthalte.

Guter Ruf als Arbeitgeber

Die Aussage, dass Personalkosteneinsparungen die Mitarbeiter krank gemacht hätten, wolle er in dieser Form nicht stehen lassen. Vielmehr hätte er selbst zusammen mit den Verantwortlichen des Personalmanagements daran gearbeitet, dass Halver über die Stadtgrenzen hinaus einen hervorragenden Ruf als Arbeitgeber genieße.

In der Personalwirtschaft sei ein wichtiger Indikator für die Zufriedenheit die Fluktuation, und diese sei bei der Stadt Halver extrem gering. In den vergangenen Jahren habe fast jede Mutter ihre Wunscharbeits- und Einsatzzeit überwiegend vormittags erhalten. Die Stadt als Arbeitgeber habe hier klar die Priorität auf Mitarbeiterzufriedenheit und nicht auf Raumoptimierung gelegt, so Tempelmann weiter. Ergebnis in der Praxis sei, dass vormittags Büro- und Parkplatzkapazitäten knapp würden. Zudem sei der Haushaltssanierungsplan in den Jahren 2012 bis 2021 mit großer Mehrheit, häufig auch einstimmig und vom Bürgermeister mitbeschlossen worden.

Personalausgaben steigen wieder

Wer sich mit dem Plan beschäftige, werde erkennen, dass die Personalkosten nur einen Bruchteil der Gesamtverbesserungen darstellten. Bekannt dürfte dem Bürgermeister auch sein, dass ausbleibende Kostensteigerungen gegenüber der Bezirksregierung bereits als Ersparnis angerechnet werden durften. Bei allen anderen Maßnahmen habe es hingegen echte Mehreinnahmen beziehungsweise Ausgabenminderungen gegeben.

Hinzu komme, dass gerade eine Woche vor der Ratssitzung im Rechnungsprüfungsausschuss dargelegt worden sei, dass die Personalkostenquote seit 2017 wieder ansteige, so Tempelmann weiter.

Mit dem Personalrat gebe es in der paritätisch besetzten Stellenbewertungskommission seit vielen Jahren eine Übereinstimmung von 95 Prozent. Und auch bei zusätzlichen Bedarfen habe es in der Vergangenheit fast immer einen Konsens zwischen Bürgermeister, Personalrat und Personalwirtschaft gegeben. Beispiel sei der Bereich Technischer Hochbau, wo die zunächst zeitweise Verdoppelung des Personaleinsatzes nun dauerhaft festgeschrieben worden sei. Möglich geworden sei diese Entwicklung wesentlich durch die erfolgreiche Sanierung des städtischen Haushalts seit dem Jahr 2017, stellt der Kämmerer abschließend fest.

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