Tempelmann erhält keine Mehrheit

Markus Tempelmann bleibt vorerst in Halver Kämmerer.

HALVER ▪ Kämmerer Markus Tempelmann bleibt der Stadt Halver vorerst erhalten. Der Rat der Stadt Schwelm wird die Stelle des Ersten Beigeordneten zeitnah neu ausschreiben. Das hat gestern ein mehrheitlicher Beschluss unter Einschaltung des Ältestenrates nach einer rund dreistündigen Diskussion über die Besetzung des Postens ergeben. In zwei geheimen Wahlgängen hat weder Markus Tempelmann noch die Mitbewerberin Verena Penzin, die in der Modellkommune Dortmund bei der Entwicklung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements (NKF) im Einsatz war, die Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigen können.

„Damit habe ich nicht gerechnet. Ich habe mich schon auf ein Losentscheid eingestellt“, zeigte sich Tempelmann gestern Abend auf AA-Anfrage überrascht. Ob er noch einmal bei der Stadt Schwelm als Erster Beigeordneter im Rahmen des neuen Ausschreibungsverfahrens seinen Hut in den Ring wirft, könne er so kurz nach der Absage nicht sagen.

Das Ergebnis fiel bei der Wahl des Ersten Beigeordneten, der zugleich Allgemeiner Vertreter und Kämmerer werden soll, jeweils mit 19 zu 19 Stimmen unentschieden aus. Obwohl das bürgerliche Lager im Schwelmer Rat den Halveraner Kämmerer unterstützte, fehlte den Parteien offenbar zum Schluss genau die Stimme eines Ratsmitglieds, der urlaubsbedingt nicht anwesend war. Auf eine Entscheidung im dritten Wahlgang, bei dem das Los ausschlaggebend gewesen wäre, wollte es die Mehrheit der Stimmberechtigten dann nicht ankommen lassen, wie der Schwelmer CDU-Fraktionsvorsitzende Oliver Flüshöh im AA-Gespräch gestern Abend erklärte. Theoretisch könnten sich beide jetzt nicht gewählten Kandidaten nach der gestrigen Diskussion im Rat, bei der Abwägungen zu den Kandidaten öffentlich geführt wurden, erneut bewerben. „Ob beide durch das Verfahren ‚verbrannt’ sind, kann ich nicht sagen. Die Personen wurden nicht ‚beschädigt’. Das gesamte Verfahren ist aber für beide nicht glücklich gelaufen“, findet Flüshöh, der für ein Engagement des Kämmerers aus Halver in Schwelm war. Für Tempelmann hätte der neue Einsatzort neben der besseren finanziellen Honorierung der Arbeit auch einen weiteren Schritt auf der Karriereleiter bedeutet. Markus Tempelmann ist seit Juni 2008 Kämmerer der Stadt Halver. ▪ Marco Fraune

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