Rege Diskussionen bei Digitalkonferenz am AFG

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Die Veranstaltung „Vernetzte Welten“ stieß bei Schulen, Wirtschaft und Politik auf großes Interesse.

Halver - Am Freitag fand am Anne-Frank-Gymnasium (AFG) die von Schülerseite initiierte Digitalkonferenz „Vernetzte Welten“ statt, an der rund 230 Gäste, darunter Vertreter anderer Schulen sowie aus Wirtschaft und Politik, teilnahmen.

Bei der aktiven Umsetzung des Themas Digitalisierung fehle die Schülerperspektive, sagt Schülersprecherin Ida Kerspe, eine der Organisatorinnen der Konferenz. Neben der Theorie brauche man bei dem Thema auch die Praxis: „Ich wünsche mir, dass man mit uns Schülern redet und nicht über uns.“

Bürgermeister Michael Brosch betonte in seinem Grußwort, wie wichtig der Ausbau der digitalen Infrastruktur sei: „Es ist eine wichtige Investition in die Zukunft.“ Dies sei für die Wirtschaftsunternehmen selbst wichtig, aber auch, um junge Menschen in der Region zu halten.

Die Bezirksregierung war ebenfalls vertreten sowie drei Landtagsmitglieder: Angela Freimuth (FDP), Vizepräsidentin des NRW-Landtages und Schirmherrin der Konferenz, sowie Gordan Dudas (SPD) und Thorsten Schick, der medienpolitische Sprecher der CDU-Fraktion.

Freimuth verwies darauf, wie wichtig die Qualifikation junger Menschen im Bereich Digitalisierung sei, um Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität zu erhalten. „Es geht darum, die Digitalisierung aktiv mitzugestalten und als Schlüsselqualifikation auch in der Schule zu vermitteln.“

Schülersprecherin Ida Kerspe begrüßte die Gäste zu der von AFG und Südwestfalen Agentur organisierten Konferenz.

Dr. Dirk Kleine von Microsoft, der das AFG im Bereich digitales Lernen berät und auch die Konferenz mitvorbereitete, schilderte in einem einführenden Vortrag die Herausforderungen der Digitalisierung an Schulen. „65 Prozent der Kinder, die heute in die Grundschule gehen, werden in Jobs arbeiten, die es heute noch nicht gibt“, sagte er. Ebenso werde es viele heutige Berufe nicht mehr geben.

Sowohl Lehrer als auch Schüler befürworteten demnach überwiegend digitale Methoden im Unterricht, sehen darin Vorteile, aber auch noch viel Schulungsbedarf. Eltern finden eine gute digitale Ausstattung der Schulen wichtig, auch bei der Schulwahl, andererseits würden sie die Vorbereitung der Schüler durch die Schulen in diesem Bereich bemängeln. „Ich denke, dass Programmieren einen großen Stellenwert im Unterricht einnehmen muss“, sagte Kleine.

In den anschließenden Panels entstand eine rege Diskussion zwischen den Teilnehmern, berichtet Konferenz-Initiatorin Ida Kerspe: „Ich fand es sehr interessant, wie weit die Digitalisierung an anderen Schulen ist.“ Dass es nicht überall WLan gebe, habe sie beispielsweise nicht gedacht. Kerspe freute sich aber über die Kooperationsbereitschaft der Vertreter aus Politik und insbesondere der Wirtschaft. „Es hat sie brennend interessiert, wie sie uns unterstützen können.“

Arndt Kirchhoff, Geschäftsführer der Kirchhoff-Gruppe und Präsident des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie Nordrhein-Westfalen, äußerte sein Interesse daran, wie sich die digitalen Inhalte in der Schule mit den Anforderungen in der Industrie abgleichen lassen: „Ziel ist es, dass die Schüler gut vorbereitet werden auf das Leben im Beruf, und das heißt nicht nur in den klassischen Fächern, sondern eben auch wie man mithilfe von digitalen Methoden Projekte erarbeitet, Wissen erschließt und zu Innovationen kommt.“

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