Technisches Hilfswerk feiert 50-jähriges Bestehen

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Die Bundestagsabgeordneten Petra Crone und Dr. Matthias Heider (3. von rechts) verliehen den Helfern des Technischen Hilfswerkes die Einsatzmedaille der Fluthilfe des Bundes.

Halver - „Das THW ist ein Knotenpunkt für alle, die sich für ihre Mitmenschen einsetzen und für Technik begeistern“, fasste es Gerd Friedsam zusammen. Leistungen, Tugenden und Kompetenzen des Technischen Hilfswerks (THW) und seiner Mitglieder führte der Vizepräsident des THW am Samstag beim Festakt zum 50-jährigen Bestehen des Ortsverbands Halver bildhaft vor Augen.

Von Monika Salzmann

Eine stimmungsvolle Feier erlebten die Helfer und ihre vielen Gäste – unter ihnen Gründungsmitglieder des Ortsverbandes und zahlreiche Ehrengäste – zum Auftakt der zweitägigen Feierlichkeiten am Standort Löhbacher Straße 3.

Nicht von ungefähr dankte Bürgermeister Dr. Bernd Eicker den Aktiven für die vorbildliche Ausstattung der Feier. „Hier ist ganz viel Aufwand betrieben worden“, würdigte er das abwechslungsreiche Programm mit Festakt, Jubiläumsparty und Öffentlichkeitstag samt Technikausstellung und Kinderspaß.

Lang war die Liste der Ehrengäste, die Jörg Lüttringhaus (Ortsbeauftragter) beim Festakt namentlich begrüßte. In Wort und Bild ließ Zugführer Matthias Oelke 50 Jahre Ortsverband Halver Revue passieren. Von Impressionen der ersten Ausbildungsstunden bis heute reichte seine aufbereitete, imposante Präsentation. Vielfältige Einsätze der Helfer – Bereitschaftsdienst zur Jahrtausendwende, das Elbehochwasser 2002 und 2013, die Fußball-WM in Deutschland, Kyrill und vieles mehr – sprach er an.

„Das THW stellt das Wir und nicht das Ich in den Vordergrund“, lobte Festredner Gerd Friedsam. Mit 78 Helfern sei der Ortsverband im Jubiläumsjahr gut aufgestellt. Größter Einsatz sei die durch eine Unwetterlage verursachte Elbeflut im Jahr 2002 gewesen. „Über 80 000 Menschen mussten damals in Sicherheit gebracht werden.“ Gleichsam als Erinnerung an die Flut war auf der Bühne eine kleine Barriere aus Sandsäcken errichtet worden. Nach diesem Einsatz hätten sich mehr Menschen für das THW interessiert. Erhöhte Zuwendungen, Herausforderungen durch den Wegfall der Wehrpflicht und eine erfolgreiche Jugendarbeit vor Ort sprach Friedsam an. „Die wichtigsten Werber für uns sind die Helfer, die wir momentan haben“, so seine Überzeugung.

Dank und Anerkennung für 50 Jahre vorbildlichen Dienst am Nächsten drückte die Plakette aus, die er Jörg Lüttringhaus überreichte. Für sein bürgerschaftliches Engagement und seine Einsatzbereitschaft erhielt daneben Sven Annowsky (Ortsbeauftragter a. D.) das THW-Ehrenzeichen in Bronze. Annowsky sei seit mehr als zwei Jahrzehnten der Motor des Ortsvereins, so der THW-Vizepräsident.

Dr. Matthias Heider (Mitglied des Bundestages, MdB) und Petra Crone (MdB) blieb es vorbehalten, die Einsatzkräfte, die im Vorjahr beim erneuten Elbehochwasser gegen Wassermassen ankämpften, zu ehren. Mit der Einsatzmedaille Fluthilfe des Bundes zeichneten die beiden Bundestagsabgeordneten die Helfer für ihren Einsatz im Jerichower Land in Sachsen-Anhalt aus.

Landrat Thomas Gemke, Bürgermeister Dr. Bernd Eicker, Stefan Czarkowski (Leiter der Feuerwehr) und André Trimpop (Vorsitzender des DRK Halver) schlossen sich den Gratulanten mit Grußworten an. „Bei uns gibt es kein Gegeneinander“, lobte dabei Czarkowski. „Das Miteinander leben wir.“ Für die anderen Ortsvereine meldete sich Franz-Michael Knobloch, Ortsbeauftragter des Ortsverbands Lünen, mit Glückwünschen zu Wort.

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