Brand im Stall

Technischer Defekt ist Brandursache im Schweinestall in Hohenplanken

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Die Helfer haben die Schweine in einen anderen Stall gebracht.

Halver - Besondere Ereignisse erfordern besondere Maßnahmen: Kein Wunder also, dass die Feuerwehr Halver beim Großbrand des Schweinestalls in Hohenplanken am Samstagabend mit allen vier Löschzügen vor Ort war. 90 Feuerwehrleute sorgten für einen reibungslosen Ablauf.

Gegen 18.15 Uhr wurde vom Einsatzleiter Thorsten Wingenbach Stadtalarm ausgelöst. „Wir haben relativ schnell nach dem Eintreffen erkannt, dass wir mit unseren Wasservorräten in den Einsatzwagen nicht auskommen werden.“

So kümmerten sich die Feuerwehrmänner der Löschzüge Stadtmitte und Bommert erst einmal um den Brand und die Tierrettung während die Kollegen der Löschzüge Oberbrügge-Ehringhausen und Buschhausen die Wasserversorgung sicherstellten.

Die sei auch nötig gewesen, denn bis zu 2000 Liter Wasser pro Minute können über den Schlauch, den die Kollegen auf der Drehleiter verwendeten, ausgestoßen werden. So legten die Einsatzkräfte zwei etwa 150 Meter lange Leitungen vom Hydranten in Schwenke bis zum Einsatzort.

Schweinestall in Hohenplanken in Flammen

Reibungslose Zusammenarbeit der Löschzüge mit DRK, THW, Polizei und Tierarzt

Von der Drehleiter aus löschten Feuerwehrmänner das Feuer.

„Wir sind mit unseren Vorräten auf den Autos zwar nicht ‘trocken gelaufen’, aber wir wollten natürlich unabhängig vom Vorrat sein“, sagt Wingenbach. Zusätzlich zum Hydranten zapfte die Feuerwehr einen etwa 500 Meter entfernt gelegenen Löschteich an. Das Wasser von dort wurde laut Michael Keil, Pressesprecher der Feuerwehr Halver, aber nicht mehr benötigt. An anderer Stelle lief der Einsatz ebenfalls reibungslos. „Wir haben den Einsatzwagen mit der Drehleiter direkt in der Einfahrt geparkt und sind von dort gut an das Feuer rangekommen“, berichtet Wingenbach. Sechs Feuerwehrleute löschten gleichzeitig im Inneren des Gebäudes.

1000 Schweine kamen bei dem Brand zu Tode

Währenddessen kümmerte sich ein Teil der 90 Feuerwehrleute gemeinsam mit weiteren Einsatzkräften – bestehend aus DRK, THW, Polizei und einem Tierarzt – um die Rettung der Schweine, die sich im sicheren und nicht vom Feuer betroffenen Teil des Stalls befanden. Sie wurden in den Nachbarstall geleitet. Ersten Angaben zufolge kamen dennoch etwa 1 000 Tiere zu Tode.

Nachdem das Feuer gelöscht war, blieben noch etwa zehn Feuerwehrleute vor Ort. Sie kontrollierten den Stall mit Fernthermometer und Wärmebildkamera auf mögliche Brandherde. Gegen 1.30 Uhr endete der Einsatz endgültig. 

Technischer Defekt ist Brandursache

„Der Sachschaden bewegt sich im sechsstelligen Bereich“, sagte Polizeipressesprecher Dietmar Boronowski gestern. Laut einer Polizei-Pressemitteilung ist ein technischer Defekt die Ursache des Brands. „Hinweise auf eine strafbare Handlung haben sich nicht ergeben“, heißt es weiter.

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Brand in Schweinestall in Hohenplanken: 1000 Tiere kommen um

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