Tauwetter fordert Einsatz der Feuerwehr

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Das Wasser war stärker: Es drang durch den Kanaldeckel an die Oberfläche und sorgte für reichlich Arbeit.

OBERBRÜGGE ▪ Kaum ist der Schnee weg, gibt’s das nächste Problem: Das Tauwetter ließ die weiße Pracht in den vergangenen Tagen nur so dahinschmelzen – und den Wasserpegel deutlich steigen.

Es war am Wochenende aber nicht die Volme, die für Ärger sorgte. „Die ist noch harmlos“, sagte Andreas Bromme, Führer des Löschzuges Oberbrügge-Ehringhausen. Stattdessen rief eine Kanalrohrleitung am Uferweg die Feuerwehr auf den Plan. Und verlangte den Einsatzkräften einiges ab. Am Samstag mussten sie zweimal ausrücken, dann gegen Mitternacht und am Sonntagmittag ein viertes Mal.

Aber richtig in den Griff bekamen sie das Problem nicht. Das Wasser drückte sich mit aller Kraft durch einen Kanaldeckel. Einen, der sonst dicht ist. „Das kommt durch jede kleine Fuge hindurch“, sagte Andreas Bromme. Für die Anwohner des Uferweges war das besonders ärgerlich, denn das Wasser lief in den Keller eines Wohnhauses. Die Feuerwehrleute pumpten das Wasser ab und legten Sandsäcke aus. „Aber die helfen nicht so viel“, sagte Bauhofleiter Raimund Baytz. Auch er war vor Ort. Der Druck in dem Düker, also dem Kanalrohr, war zu hoch. Baytz: „Für solche Wassermassen sind die Dinger einfach nicht ausgelegt. Das wäre finanziell gar nicht zu leisten.“

Die Düker seien dazu da, per hydraulischem Druck, die Schmutzfracht durchzudrücken. Um die Lage zu entspannen, hat die Feuerwehr einen alten Düker geöffnet und so den Druck verringert. „Mehr können wir auch nicht tun“, sagte Bromme. ▪ Lisa Weber

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