Tausch der Tonnen erntet massive Kritik

Nicht alle Halveraner kommen in den Genuss neuer Mülltonnen – einige Bürger haben nun aber sogar zwei Müllgefäße. ▪ Weber

HALVER ▪ Das Thema „Müll“ stand am Mittwoch eigentlich nicht auf der Tagesordnung des Hauptausschusses – doch es nahm den größten Raum ein. Es war FDP-Ratsherr Michael Kortmann, der Kämmerer Markus Tempelmann in Sachen Tonnentausch um eine Stellungnahme bat. Dabei redete der Liberale Tacheles, bezeichnete den Tonnentausch durch die Firma Lobbe als „misslungen“.

„Teilweise sind die alten Tonnen abgeholt worden und es waren noch keine neuen da. Teilweise wurden die neuen Tonnen hingestellt, die alten aber noch nicht abgeholt“, zählte Kortmann einige Varianten auf, die er in den vergangenen Tagen beobachtet habe. Insbesondere letzterer Fall könne die Konsequenz haben, dass einige Grundstücksbesitzer schlichtweg die alte und neue Tonne nutzen. Ein Vorgehen, das jeder Halveraner gut überdenken sollte: Denn Markus Tempelmann kündigte in diesen Fällen zunächst umgehende Änderungsbescheide an – die wegen der genauen Auflistung abgeholter und nicht abgeholter Tonnen durch die Firma Lobbe möglich seien. So müssten Grundstückseigentümer, die die alte Tonne zu früh von der Straße zurückgezogen haben, sozusagen doppelt bezahlen.

Ein Vorschlag, der im Gremium auf Ablehnung stieß. „Das wollen sie sich nicht antun“, sagte Karl-Friedrich Osenberg (Grüne) überrascht. „Änderungsbescheide zu versenden, ist zu aufwändig und unserer Ansicht nach auch nicht gerechtfertigt.“ Bestätigt wurde er in dieser Meinung von UWG-Ratsherr Werner Lemmert („Das sollten Sie nicht tun!“), der von seinem Fraktionskollegen Markus Turck unterstützt wurde: Er bat um maximale Kulanz gegenüber den Bürgern – „sonst schießen wir uns das System nur selber kaputt.“

Und so lenkte der Kämmerer am Ende ein. Wer bis Anfang März immer noch seine alte Tonne besitzt, obwohl er eine neue zugeteilt bekam, soll zunächst angeschrieben und auf diesen Umstand hingewiesen werden. In diesem Zusammenhang appellierte Tempelmann jedoch an die Bürger, sich in Geduld zu üben und die alten Müllgefäße nicht übereilt vom Gehweg zu nehmen. ▪ Frank Zacharias

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