Tanzgruppe Hora Aviv nimmt Abschied von Halver

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Zum Repertoire der Tanzgruppe gehört ein arabischer Tanz.

Halver - In farbenprächtigen Kostümen entführte die Tanzgruppe Hora Aviv Pardess Hanna-Kakur, zu der Halver bekanntlich seit 23 Jahren freundschaftliche Beziehungen unterhält, am Sonntagnachmittag in der Aula des Anne-Frank-Gymnasiums nach Israel.

Von Jakob Salzmann

Zum Abschluss ihres zwölftägigen Aufenthalts im Sauerland traten die jungen Tänzerinnen und Tänzer aus dem kleinen Ort nahe Haifa vor rund 200 begeisterten Zuschauern auf. Diese nahmen sie trotz Krise im Nahen Osten mit strahlendem Lächeln und ansteckender Lebensfreude für die Vielfalt an Tänzen und Kulturen in ihrem Heimatland ein. Als Moderator führte Karl-Heinz Burghof durch ein Programm, das den Vielvölkerstaat Israel in anspruchsvollen Choreographien von unterschiedlichsten Seiten beleuchtete.

Tanzgruppe Hora Aviv Pardess Hanna-Kakur begeistert

Im Beisein ihrer Managerin Gasit Jarden-Sela und ihrer künstlerischen Leiterin Ronnie Rubinstein-Galpert begeisterten die 22 Jugendlichen, die eine breite Vielfalt an Volkstänzen auf die Bühne brachten, mit Charme, Ausstrahlung und Charisma. In vier Blöcke zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten war ihr gefeierter Auftritt unterteilt. Auf Tänze, die sich mit der Einwanderung nach Israel aus unterschiedlichsten Ländern der Erde beschäftigten, folgen Choreographien, die der Religion – dem Judentum – ihren Tribut zollten. Mal lyrisch, mal kokett ging’s um die Liebe, das Flirten, Eifersüchteleien und tiefe Gefühle. Tänze mit Wasserkrügen oder Körben für den geernteten Weizen wiesen auf die Landschaften Israels, Wüste und fruchtbare Landstriche hin.

Zu jedem Tanz, jeder Choreographie gab’s ein anderes Outfit, ein neues Kostüm – eines schöner als das andere anzusehen. Zu Musik vom Band präsentierten die 17 Mädchen und fünf Jungen – in der Mehrzahl erstmalig beim Jugendaustausch dabei – in ihren Tänzen eine schier unendliche Vielfalt an Schrittfolgen und Tanzformen. Teilweise verlangten die Choreographien den jungen Darstellern schauspielerisches Können ab, wenn es – um Beispiele zu nennen – etwa um das Lob der tüchtigen Hausfrau, Hirten am Brunnen oder innig empfundene Liebe ging. Vielerlei Einflüsse traten insbesondere im ersten Teil des Programms, der sich mit der Einwanderung beschäftigte, zutage. Tänze aus Persien, Italien, Spanien, dem Orient und dem Jemen mischten sich hier zu einem bunten, facettenreichen Bild.

In chassidischen Tänzen meldeten sich die Religion und uraltes, überliefertes Brauchtum zu Wort. Die Sprache der Liebe, mal romantisch zu zweit, mal in rivalisierender Dreierkonstellation interpretiert, war universal. Abschluss und Höhepunkt der Show war ein anmutiger Blumentanz, der das Dankeschön der jungen Israelis an ihre Gastfamilien und Jugendaustausch-Organisatorin Andrea Reich bildhaft untermauerte. „Wonderful relationship“, so Managerin Gasit Jarden-Sela.

Für das kommende Jahr plant Andrea Reich mit maximal 20 Jugendlichen und jungen Erwachsenen wieder eine Reise nach Israel. Im Juli oder Oktober soll der Gegenbesuch erfolgen.

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