Tage des Müllchips gezählt ?

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Kai Hellmann zeigt, dass die Zeiten des Chip einwerfens im nächsten Jahr vorbei sein sollen.

HALVER ▪ Sind die Tage des Müllchips gezählt? Nach dem Vorschlag der Verwaltung, der von Bürgermeister Dr. Bernd Eicker und Kai Hellmann, Leiter des Steueramtes, im interfraktionellen Arbeitskreis vorgestellt worden ist, soll der Chip im Dezember dieses Jahres zum letzten Mal genutzt werden.

Zum 1. Januar 2011 soll die Abfallentsorgungssatzung – für die es im übrigen keine Mustersatzung gibt – von der bisherigen haushalts- auf eine grundstücksbezogene umgebaut worden sein.

Der Bürgermeister wies gestern in diesem Zusammenhang darauf hin, dass in den neun Jahren des Bestehens des Müllchips einige Probleme aufgetaucht sind. Insbesondere der Entleerungsrhythmus – der sich gerade im vergangenen Winter durch Zufahrtsprobleme bei schlechten Straßenbedingungen noch einmal deutlich aufzeigte – habe teilweise zu einer langen Verweildauer des Abfalls in den Tonnen und dadurch zu Unmut bei den Bürgern geführt.

Hinzu kam das Problem, dass der Chip beim Entleeren nicht heraus gefallen ist, ob nun manipuliert oder nicht. „Bei 80 bis 85 Prozent liegen keine Manipulationen vor“, betont Hellmann, dass von Verwaltungsseite vier bis sechs Mal im vergangenen Jahr „mitgefahren“ und kontrolliert worden war.

Ein wesentlicher Punkt ist auch die Arbeitsbelastung in der Verwaltung: Waren bislang die Aufgaben der Abfallentsorgung auf vier Mitarbeiter verteilt, so soll es in Zukunft nur noch einen Ansprechpartner geben. Mussten bisher die 8000 Halveraner Haushalte „per Hand“ ermittelt und die Müllchips zugeordnet (und ausgeschnitten) werden, so kann diese Arbeit (am Computer) automatisiert werden – wodurch eine Verwaltungsstelle nicht wieder besetzt und damit Kosten eingespart werden.

Nach dem neuen Abfallentsorgungssystem kommt es zu einer regelmäßigen zweiwöchentlichen Entleerung und wird es auch eine 60- sowie eine 80-Liter-Tonne geben. Als Maßstab gilt dabei die Produktion von 18 Litern Müll pro Kopf und Woche ohne sowie von 11 Litern mit Kompostierung. Das führe, so Eicker sowohl zu Gebührenanhebungen als auch zu -senkungen. ▪ Det Ruthmann

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