Tablet-PC statt Papierstapel für Ratsmitglieder

Über die Homepage der Stadt können Rats-Dokumente heruntergeladen werden.J Screenshot

Halver - Unnötige Papierberge vermeiden und gleichzeitig Kosten sparen – die Vorteile des Ratsinformationssystems liegen auf der Hand. Nun überlegt die Stadtverwaltung Halver finanzielle Anreize für Tablets-PCs und Laptops für die Ratsmitglieder zu schaffen.

Von Sebastian Berndt

„Für dieses Jahr wird das aber nichts mehr“, erklärt Schmies, das würde mit den anstehenden Wahlen einen zu großen Aufwand bedeuten. „Aber für das kommende Jahr würden wir das gerne mit der Politik besprechen“, kündigt sie an.

Die Theorie hinter der Idee: Je mehr Ratsmitglieder Tablet-Pcs und Laptops in den Ausschüssen benutzen, um die Vorlagen einzusehen, desto weniger Unterlagen müssen die Mitarbeiter der Stadt ausdrucken, verschicken oder verteilen.

„Das Ausdrucken ist ein enormer Aufwand, teils haben wir hier meterhohe Papierberge“, verdeutlicht Schmies das Problem. Das aber werde geringer: „In vielen Ausschüssen rufen sich mittlerweile die Hälfte der Mitglieder ihre Dokumente aus dem Ratsinformationssystem im Internet ab“, so Schmies.

Dieser Anteil solle durch eine mögliche finanzielle Förderung tragbarer Computer noch erhöht werden. Je nach Resonanz könnte das nicht nur die Umwelt schonen, sondern die Kosten in der Verwaltung deutlich reduzieren.

Die Rückmeldungen auf das elektronische Ratsinformationssystem seien zudem durchweg positiv. „Es funktioniert wirklich gut. Sobald es neue Dokumente gibt, bekommen alle Betroffenen eine E-Mail mit einem Hinweis, dass es etwas Neues gibt“, so Schmies. Auch der Bürger könnte sich leichter umfassend zu bestimmten Themen in öffentlichen Sitzungen informieren.

Auch innerhalb der Verwaltung habe das 2009 eingeführte Informationssystem die Arbeitsabläufe erleichtert. „Früher mussten wir die Vorlagen ausdrucken und durch das Haus tragen, damit die Verantwortlichen Änderungen vornehmen oder die Vorlage abzeichnen konnten“, berichtet Schmies. Jetzt laufe alles auf elektronischen Wegen ab, die Verantwortlichen könnten direkt Änderungen vornehmen und der Bürgermeister die Vorlage dann zur Verteilung freigeben.

„Das spart auch intern viel Zeit“, sagt Nicole Schmies. Eine Rückkehr zum Papier sei kaum vorstellbar.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare