"Sympathisch und angenehm": Philipp Rösler

Sascha Gerhardt begrüßt, dass Philipp Rösler neuer FDP-Bundesvorsitzender wird.

HALVER ▪ Es darf nicht nur ein Gesichtertausch werden“, drückt Sascha Gerhardt, Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes Halver, seine Hoffnung aus, dass mit dem designierten Bundesvorsitzenden Philipp Rösler auch eine gewisse Neuausrichtung der Liberalen Politik erfolgen wird.

Gleichwohl wundert sich Gerhardt, dass die Liberalen in der jüngeren Vergangenheit als „Ein-Themen-Partei“ wahrgenommen wurden, denn er sieht die Partei durchaus breiter aufgestellt.

Nicht zuletzt auch durch den heimischen FDP-Bundestagsabgeordneten Johannes Vogel, der mittlerweile arbeitsmarktpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion der Liberalen ist und nicht nur Steuerfragen, sondern auch andere Themen „deutlich nach außen vertreten“ habe. Vogel entstamme der selben Generation wie Generalsekretär Christian Lindner und Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler, sie seien Weggefährten. Daraus folgert Sascha Gerhardt, dass nicht nur die Themen, sondern eben auch die Fachleute bei der FDP da seien.

Den designierten Nachfolger von Guido Westerwelle empfindet der Halveraner FDP-Vorsitzende als sympathisch, entspannt und angenehmen. Gleichwohl schreibt er dem künftigen Bundesvorsitzenden Durchsetzungsvermögen zu, was Rösler beispielsweise gegenüber der Pharma-Industrie unter Beweis gestellt habe – da sei der Bundesgesundheitsminister schon „einen erheblichen Schritt weiter“.

Was für den Halveraner Liberalen bedeutet, dass sich in Zukunft die Außenwahrnehmung nicht mehr so stark auf die Steuerfragen konzentrieren dürfe. auch wenn das Thema „Steuergerechtigkeit“ natürlich bestehen bleibe. In diesem Zusammenhang bezeichnet es Gerhardt als ärgerlich, dass man mit der steuerlichen Vergünstigung für Hotels (Stichwort: Mehrwertsteuer) einen Ausnahmetatbestand geschaffen habe.

„Wir müssen Prävention betreiben, investieren“, weißt Halvers FDP-Vorsitzender auf den sozial- und arbeitsmarktpolitischen Bereich hin. Hier dürfe die Alimentierung nicht weiter gehen. Zudem müssten auch Kinder von Leistungsempfängern unterstützt und gefördert werden können. ▪ Det Ruthmann

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