Susann Windholz ist die neue Sozialarbeiterin an der Humboldtschule in Halver

Ein offenes Ohr für 470 Schüler

Susann Windholz ist die neue Schulsozialarbeiterin der Humboldtschule in Halver.
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Susann Windholz ist die neue Schulsozialarbeiterin der Humboldtschule in Halver.

Susann Windholz (38) ist die neue Schulsozialarbeiterin der Halveraner Humboldtschule. Damit ist sie Ansprechpartnerin in Vollzeit für Lehrer, Eltern und 470 Schüler. Und darauf freut sie sich.

Halver - Angefangen hat der Job in Halver für die Diplom-Sozialarbeiterin aus Radevormwald schon vor den Ferien, genau am 15. Dezember. „Ein schicker Einstieg“, sagt sie mit einem Lächeln. Denn es war Corona-Betrieb. Bis zu den Weihnachtsferien hatte sie Zeit, sich mit dem Umfeld vertraut zu machen und Kontakte zu knüpfen, die sie für ihre vielseitige Arbeit braucht.

Für die neue Herausforderung in Halver habe sie gewissermaßen „die Seiten gewechselt“, wie sie sagt. In Radevormwald war sie für das Diakonische Werk beratend direkt in Familien tätig, in denen Bedarf bestand. Jetzt stehen Schüler im Fokus ihrer Arbeit. Sollten deren Familien Unterstützung benötigen, vermittelt sie die.

Netzwerke schaffen

Das nötige Netzwerk schafft sie sich Schritt für Schritt. Zurzeit besteht das Netz im Wesentlichen aus ihrer Vorgängerin Elvira Wiegand, die jetzt für die Stadt Halver tätig ist, aber auch zwei Tage in der Woche an der Humboldtschule arbeitet, und die in Halver bestens vernetzt ist. Präventionsstelle, Drogenberatung, Jugendzentrum und Awo – das sind unter anderem die Anlaufstellen, die in ihrem Arbeitsbereich eine Rolle spielen.

Die Hauptrolle spielen aber die Schüler der sechs Jahrgänge, die an der Humboldtstraße unterrichtet werden und die in ihrem kleinen Büro auf der Schulhofseite ein offenes Ohr bei ihr finden. „Es geht“, sagt sie im AA-Gespräch, „zunächst ja darum, Vertrauen zu schaffen. Was in dem Raum gesagt wird, bleibt bei mir und in diesem Raum.“ Das ist das Angebot, wenn bei den Kindern und Jugendlichen Sorgen zwicken und Fragen auftauchen.

Welche Bedeutung das für die Schulgemeinde hat, macht auch Schulleiter Reiner Klausing deutlich: „Wir haben als Schule viel mehr Aufgaben, als Unterrichtsstoff zu vermitteln. Die Schulsozialarbeit ist ein wesentlicher Teil dieser Arbeit.“

Soziales Lernen

Konkretes Beispiel dafür ist das Soziale Lernen in der Jahrgangsstufe 5, wenn die Einsteigerklassen neu zusammengewürfelt sind und sich als Gemeinschaft erst finden müssen. Da steht soziale Kompetenz auf dem Stundenplan, und Susann Windholz wirkt direkt und beratend in dieses Fach hinein.

Und auch jetzt, im verlängerten Lockdown, hat sie gut zu tun. Denn ohne Schüler ist die Humboldtschule zurzeit nicht. 30 bis 40 von ihnen, die die Möglichkeit zum Distanzunterricht nicht haben, kommen dorthin und nutzen die digitale Ausstattung, um vor Ort den Unterricht zu erhalten, den ihre Mitschüler zuhause am Rechner bekommen.

Zu ihnen baut Susann Windholz Kontakt auf – und hat auch diejenigen im Blick, die sich im Lockdown vom Schulbetrieb abgesetzt haben. „Es ist nur eine Handvoll“, wie Klausing sagt. 99 Prozent der Kinder und Jugendlichen erreiche die Schule aber, und damit sei die Lage auch nicht vergleichbar zum Frühjahr letzten Jahres, als die technische Infrastruktur noch nicht stand.

Tipps und Beratung

Eltern von Humboldtschülern, die Tipps und Beratung brauchen, können sich auch direkt an die Sozialarbeiterin wenden: unter Tel. 0 23 53/6 11 99 67 oder 0 15 73/3 36 34 38 oder per E-Mail an s.windholz@humboldtschule-halver.de.

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