Jahresrechnung 2009: Traurige Bilanz bestätigt

HALVER - Das Warten auf eine weitere Jahresabschlussrechnung der Stadt hat ein Ende: Die Südwestfalen-Revision GmbH legte dem Rechnungsprüfungsausschuss am Dienstag das Zahlenwerk für das Jahr 2009 vor.

Und wenn die Zahlen selbst auch alles andere als positiv sind, so konnte das Unternehmen doch einen „uneingeschränkten Bestätigungsvermerk“ unter die Bilanz setzen, sprich: Das Neue Kommunale Finanzmanagement (NKF) wurde ordnungsgemäß umgesetzt, die Buchführung gibt keinen Anlass zu Korrekturen und auch bei den Barkassen von Ordnungs- und Einwohnermeldeamt - einem stets „sensiblen Bereich“ - gab es keinerlei Unregelmäßigkeiten.

Allerdings bestätigten die Experten, was Kämmerer Markus Tempelmann seit jeher umtreibt: die prekäre Finanzlage. Demnach schloss die Stadt das Jahr 2009 mit einem negativen Jahresergebnis in Höhe von 5,4 Millionen Euro ab - auch eine Folge der infolge der Wirtschaftskrise dramatisch gesunkenen Gewerbesteuereinnahmen, die von eingeplanten sieben auf vier Millionen Euro sanken. Zum Vergleich: In 2008 hatte die Stadt noch 7,4 Millionen Euro an Gewerbesteuern eingenommen. Positiv entwickelte sich hingegen erneut die Summe der Pensionsrückstellungen, die sich im Jahr 2009 auf 9,2 Millionen Euro beliefen und sich weiter im Sinkflug befänden. In diesem Bereich würde sich die immer geringere Zahl der Beamten in der Stadtverwaltung bemerkbar machen, wie Bürgermeister Dr. Bernd Eicker betonte. „Zwar kosten Angestellte aufgrund ihrer Vorsorgezahlungen zunächst mehr. Wenn diese in den Ruhestand gehen, kosten sie uns dafür nichts mehr.“ Dass das Eigenkapital zunehmend aufgezehrt wird (Quote 2009: 27,6 Prozent), veranlasste Kämmerer Markus Tempelmann erneut zu einem Appell an die Politik, die Finanzlage durch entsprechende Entscheidungen positiv zu beeinflussen.

Dass die Jahresrechnung 2009 erst jetzt vorliegt, begründet die Verwaltung mit der Komplexität des Arbeitsprozesses - nicht zuletzt aufgrund der Regelungen des NKF. - zach

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