Kindertheater

Kindertheater mit Frau Schwein in Halver

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Der eitle Pfau bestaunte sich selbst unaufhörlich im Spiegel.

Halver - Diese Frau Schwein! Nichts ist ihr recht! Weder die Froschmusik noch das Katzenkonzert, weder das Stampfen der Pferde noch das Trippeln der Mäuse gefallen ihr.

Wieder und wieder läuft ihre lustige Suche nach einer ganz eigenen Musik ins Leere. Tatkräftig halfen die Kinder dem Trio Tiritomba – bestehend aus Charlotte-Maria Brückner, Svenja Kohlmann und Andrea Kramer-Rodermund – am Samstag mit, für Frau Schwein die passende Musik zu finden. 

Weit mehr Besucher als erwartet erschienen zum reizvollen Mitmachstück in der Schulaula an der Humboldtstraße. Stühle mussten nachgestellt werden, damit Groß und Klein bequem mit den drei Musikerinnen in pastellfarbenen Prinzessinnenkleidern auf Schweinsmusiksuche gehen konnte. Der herzhafte, hochamüsante Grunzer von Titelheldin Frau Schwein, der so ganz und gar nicht zum vornehmen Outfit passte, war nur eine von vielen Überraschungen von „Frau Schwein will Musik“. 

Mit Vogelmaske verwandelte sich Frau Schwein in einen Vogel.

Schweinsnase und Schweinsöhrchen reichten aus, um aus Frau Schwein alias Charlotte-Maria Brückner bei der Mischung aus „Erzählung, Mezzosopran, Violine, Klavier und vielen anderen Instrumenten“ ein ebenso eigenwilliges wie musikalisches Borstentier zu machen. 

Kinderlied als roter Faden

Als roter Faden geleitete das bekannte Kinderlied vom Bauern Donald, auf dessen Bauernhof sich die lustigsten Tiere einfanden, die kleinen und großen Besucher durch die Tierwelt. Singend riefen Kinder und Erwachsene Vögel, Mäuse, Pferde, einen eitlen Pfau, tapsige Elefanten, ein schlafendes Bärenkind und viele andere Tiere herbei. Für jedes Tier gab’s ein passendes Lied oder Geräusch – nur nicht für Frau Schwein. 

Mit wenigen Handgriffen – einer Vogelmaske, Handschuhen für die Mäuse, Spiegel, Pfauenrad für den eitlen Pfau und vielem mehr – verwandelte sich Charlotte-Maria Brückner hinter den Kulissen in Windeseile in die verschiedenen Tiere, die die Besucher mit ihrem Gesang herbei riefen. 

Am Klavier war Andrea Kramer-Rodermund eine virtuose Begleiterin.

Gleichsam nebenbei machten Svenja Kohlmann (Violine) und Andrea Kramer-Rodermund (Klavier) ihr Publikum mit klassischer Musik wie Schuberts „Forelle“ oder Smetanas „Moldau“, die dem Kinderstück besonderen Charme verlieh, bekannt. Virtuos begleiteten die beiden Musikerinnen Frau Schwein, die als geselliges Tier immer wieder die Nähe zum Publikum suchte, bei ihren Ausflügen in den Zuschauersaal. 

Das Imitieren verschiedener Tiere

Zum Stampfen wie ein Pferd, Imitieren eines Elefantenrüssels, zu einer großen Polonaise und vielem mehr ließen sich die Kinder nicht lange bitten. Stieg Frau Schwein von der Bühne, hatte sie stets eine Überraschung parat: mal Seifenblasen, um wie die Fische blubbern zu können, mal Blüten für die Schmetterlinge. Weit und breit war jedoch nirgendwo die passende Musik für ein Borstentier in Sicht. 

Als die beiden Musikerinnen mit ihrem Latein schon fast am Ende waren, entdeckte Frau Schwein zur allseitigen Überraschung doch noch ihre Musik. Als sie ihre Stimme ausprobierte, kam ein warmer, gesangstechnisch perfekt ausgebildeter Mezzosopran zum Vorschein. Singen konnte sie, diese Frau Schwein, und wie!

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