Sturmschäden

Die Bilanz nach dem Sturm - ein Schwerverletzter und diverse umgestürzte Bäume

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Der Aussichtsturm steht zur Hälfte nackig da. Er soll zwar noch einmal eingepackt werden, dann aber nicht mehr mit der aufwendigen Winterverplanung. Bereits am Rosenmontag hatte der Wind sich über den Turm hergemacht. Am Sonntag kam es noch einmal mit Wucht.

Halver - Umgestürzte Bäume und gesperrte Landstraßen - das ist die Bilanz in Halver, nachdem "Dragi" und "Eberhard" gewütet haben. Außerdem gab es einen Schwerverletzten.

Ein Halveraner hat sich schwer verletzt beim Versuch, ein Hausdach zu reparieren. Er stürzte nach Angaben des Märkischen Kreises dabei von einer Leiter. 

Im Übrigen aber ist Halver zwar mit mehrstündigen Sperrungen und einigem Sachschaden noch heil über das stürmische Wochenende gekommen. Während Tief "Dragi" am Samstag noch gut abzuwettern war, entfaltete Eberhard am Sonntagnachmittag und -abend zum Teil Orkanstärke. 

Auch Verkehrsschilder gerieten in die Horizontale.

Im Einzelnen: 

Feuerwehr 

Zu sechs Einsätzen rückten Kräfte am Samstag aus, neun waren es am Sonntag. Um 16.45 Uhr wurden alle Gerätehäuser besetzt und der sogenannte Meldekopf aktiviert. Bei einer solchen Gefahrenlage mit anzunehmendem Massenanfall von Einsätzen koordinieren die Wehren ihre Einsätze selbst. Auflaufende Meldungen werden von der Leitstelle direkt an den Einsatzleitwagen in Halver weitergereicht. 

An der Heerstraße brach ein mächtiger Ast auf die Fahrbahn herunter.

In der Regel waren es umgestürzte Bäume, die von Straßen geräumt werden mussten. Auch am Montag wurde noch nachgearbeitet, unter anderem an einer Eiche, die die Verbindung zwischen Hälverstraße und Halverscheid blockierte. 

Sperrungen

Auf dem Höhepunkt der Sturmaktivität stand die Karlshöhe im Fokus. Gegen 16 Uhr hatten sich an der dortigen Tankstelle Elemente der Dachkonstruktion gelöst und ein Fahrzeug beschädigt. Die Annahme, dass Teile des Gerüsts des in Sanierung befindlichen Aussichtsturms vom Wind losgerissen sein könnten, stellten sich zwar als falsch heraus.

Kurzer Prozess: Die Eiche muss weg.

Doch der Sturm hatte inzwischen weitere Teile der Winterplane zerfetzt. Aus Sicherheitsgründen wurde daher die Landesstraße 528/Frankfurter Straße bis zum Abflauen gegen 20 Uhr gesperrt. Ein weiteres Verkehrsproblem ergab sich an der L 892 Richtung Oberbrügge, wo ein rund 15 Meter langer Buchenast abgebrochen und auf die Fahrbahn gestürzt war. Damit war die Straße kurz unterhalb der Karlshöhe zwischenzeitlich nicht mehr passierbar. 

Innenstadt 

„Wir haben im Großen und Ganzen Glück gehabt“, sagt Klaus Ostermann, Leiter des Baubetriebshofes, rückblickend. Einige umgefallene Bäume und umgewehte Verkehrsschilder – viel mehr war am Montagvormittag nicht festzustellen. Mit dem Aufräumen direkt am Morgen anzufangen, sei aber nicht möglich gewesen. Nach dem Sturm kam die Kälte und der Schnee und somit der Winterdiensteinsatz für die Belegschaft. 

Versicherungen 

Hochbetrieb herrscht nach derartigen Wetterlagen bei den Versicherungen, so auch im Büro der Provinzial von Peter Thissen. Er gibt auf AA-Anfrage einen Überblick über die typischen Schäden und die Regulierung: Gebäudeschäden trägt die Gebäudeversicherung, die auch umgestürzte Bäume mitversichere. Für die Entsorgung müsse man nicht selbst in die Tasche greifen. Schäden am Fahrzeug trägt die Teilkasko – übrigens ohne, dass der Schadenfreiheitsrabatt leidet.

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