Infos für Anwohner und Eigentümer

2,8 Millionen für Halverscheid: Dieses Projekt ist geplant

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Halverscheids Struktur soll verbessert werden.

Halver - „Es steht viel Geld im Raum.“ 2,8 Millionen Euro, davon 2,2 Millionen als Fördermittel, möchte die Bezirksregierung Arnsberg in die geplante Dorfflurbereinigung in Halverscheid investieren.

Nach positivem Feedback bei der Auftaktveranstaltung im Oktober habe das für die Maßnahme zuständige Dezernat Ländliche Entwicklung und Bodenordnung mit Sitz in Siegen seine Arbeit aufgenommen, erklärte Andreas Peter (Dezernent Grundsatzangelegenheiten) am Mittwoch bei einer Infoveranstaltung auf dem Hof Schiller in Halverscheid. Als Ansprechpartner war darüber hinaus Thomas Busch, Sachbearbeiter Verfahrenseinleitung, Agrarstruktur und Teilnehmerinformation aus dem Halveraner Rathaus, vor Ort. 

Dankesworte richtete Bürgermeister Michael Brosch an die Familie Schiller und die Ortsvereine Dahlhausen und Halver des DRK, die beim Aufbau geholfen und die gut besuchte Versammlung, bei der sich auch kritische Stimmen zu Wort meldeten, möglich gemacht hatten. 

Die Stadt möchte mitfinanzieren

Die Stadt habe die Zusage gemacht, die öffentlichen Flächen mitzufinanzieren und die verbleibenden 20 Prozent zu übernehmen, betonte er. Aufgrund einer Erweiterung des Projektgebiets um Halverscheid herum waren auch Waldbesitzer und Grundstückseigentümer, die bei der Auftaktveranstaltung nicht dabei waren und teilweise erstmals von den Plänen erfuhren, zu der Versammlung eingeladen worden. Allgemein und konkret auf Halverscheid bezogen informierte Andreas Peter über Ziele und Anliegen einer Flur- und Dorfflurbereinigung, bei der es im Kern um eine Strukturverbesserung geht. Die Stadt habe die Maßnahme angeregt und die Dorfgemeinschaft habe sich mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, betonte Peter. Bürgerbeteiligung sei bei der weiteren Planung wichtig. „Nichts wird auf Ihrem Privatgrund geplant, womit Sie nicht einverstanden sind.“ 

Die Pläne: Anwohner und Grundstückseigentümer hatten die Gelegenheit, sich über das Projektgebiet zu informieren.

Das Dorf sei vital und zukunftsfähig, stellte der Dezernent die Vorzüge der Lage und der Dorfgemeinschaft heraus. „Es macht Sinn, hier etwas zu verbessern.“ Ausführlich legte er gewonnene Erkenntnisse und erste, auf kritische Nachfragen ausdrücklich nicht in Stein gemeißelte Verbesserungsvorschläge dar. Auf teilweise sehr verengte Straßen, Optimierungsbedarf am Ortseingang, Potential im Bereich dorfgerechter Gestaltung und einer landschaftsbildenden Kulturlandschaft, schlechte Erreichbarkeit einiger Waldgebiete und vieles mehr ging er ein. Auch das Thema Katastrophenschutz und Rettungskräfte sparte er nicht aus. 

„Die Löschwasserkapazität reicht nicht aus.“ Zudem seien im Wald die Grundstücke schlecht zugeschnitten. Als mögliche Maßnahmen („Die konkrete Planung erfolgt später“) regte er unter anderem den Ausbau und die Gestaltung der Ortsstraßen, Fußwege, Grünflächengestaltung, das Anpflanzen von Bäumen und Anlegen von Buchenhecken an. Anhand von zwei 3D-Modellen veranschaulichten Auszubildende der Bezirksregierung Peters Ausführungen. Wie Kämmerer Markus Tempelmann versicherte, soll die Löschwasserkapazität vor Ort noch vor Beginn des Verfahrens auf Kosten der Stadtwerke optimiert werden.

Der mögliche Zeitplan des Projekts

Als frühesten Zeitpunkt einer Einleitung der Maßnahme, bei der es auch um die Klärung von Grundstücksfragen gehen wird, nannte Andreas Peter den Monat Dezember 2021. Im Einzelnen sieht der Zeitplan vor: 

  • Oktober 2020: Beantragung und Genehmigung der Maßnahme beim Ministerium 
  • 2021: Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und Erstellung eines Planungskonzepts 
  • 2022: Wahl eines Vorstands der Teilnehmer. 

Auf privater Fläche ergibt sich bei 80-prozentiger Förderung für die Bürger ein individueller Kostenbeitrag. Bei der Agrarstrukturverbesserung im Außenbereich greift ein 90-prozentiger Fördersatz.

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