Virtueller Gang durch die Bücherei Halver

Halver - Einfach mal durch Halvers schöne Bücherei gehen, ohne sich vom Schreibtisch wegzubewegen. Das wird in Kürze möglich sein. Der virtuelle Rundgang führt dann beispielsweise am Empfehlungstisch der Mitarbeiterinnen vorbei in die Spielecke.

Der virtuelle, interaktive Besuch wird möglich mit Hilfe von Michael Grothe, zertifizierter Fotograf aus Halver, der sich privat für die Bücherei engagiert und dort das macht, was sonst sein Beruf ist: die Außendarstellung für Einzelhändler oder Dienstleister, die ihren Kunden im Internet mehr bieten wollen als Speisekarte oder Kontaktformular.

Rund 1000 Klicks auf die Webseite der Bücherei verzeichnet Andrea Reich, die das Projekt seitens der Stadt betreut, in jedem Monat. Die Nutzer erkundigen sich nach Telefonnummer oder Anfahrt. Und demnächst kann der Business-Eintrag, Voraussetzung für den Internet-Rundgang, einiges mehr. Wie Google-Street-View könne man sich den Bücherei-Besuch vorstellen, beschreibt Grothe den Ansatz. Wäre Street-View in Halver verfügbar, könnte man die Angebote auch vernetzen und von der Bahnhofstraße aus in die Bücherei gehen.

Doch bevor es so weit ist, muss fotografiert und gerechnet werden. Grothe positioniert seine Kamera im Fall der Bücherei an 15 bis 20 verschiedenen Standorten. An jedem dieser Punkte entstehen jeweils zwölf Bilder für ein Rundum-Panorama. Diese Bilder werden anschließend übereinander gerechnet. Und jeder dieser Kamera-Standorte wird anschließend am Computer mit den anderen vernetzt, so dass der dreidimensionale Rundgang am heimischen Monitor möglich wird. Wann der neue Auftritt online ist, darauf will Grothe sich noch nicht festlegen. „Vielleicht Mittwoch? Oder sagen wir mal, nächste Woche?“ Die Verarbeitung der Datenmengen bei rund sieben Megapixel erfordert Zeit und Rechenleistung.

Die Idee, eine öffentliche Einrichtung in Halver für das Projekt zu wählen, trug der Fotograf länger mit sich herum. Den Ausschlag gab – wieder – das Internet. Eine Umfrage bei Facebook ergab eine Mehrheit für die Bücherei. Aber auch das Heimatmuseum der Stadt Halver hat Grothe im Visier, wenn denn der Umzug in die Villa Wippermann erfolgt ist.

Alleinstellungsmerkmal ist der Rundgang durch die Räume allerdings längst nicht mehr. Eine ganze Reihe von Halveraner Geschäftsleuten setzt bereits auf diese Werbemöglichkeit über Google.

Beispiele unter http://www.media-pro.org/google-street-view/

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