Nicht für die Ewigkeit: Markierungen auf Fahrbahnen verschwinden einfach

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Die Fahrbahnmarkierung auf der L 528 sind nicht mehr zu erkennen.

Halver - Das Aufbringen von Fahrbahnmarkierungen ist beinahe eine Wissenschaft für sich. Verschiedene Varianten im Heiß- beziehungsweise Kaltplastik-Verfahren werden dabei angewendet. Alle haben aber eines gemeinsam: Für die Ewigkeit sind sie nicht geeignet. Das lässt sich auch auf Halveraner Stadtgebiet feststellen.

Einige Striche zeigen arge Auflösungserscheinungen – zum Beispiel auch in der Schreckenskurve an der Frankfurter Straße.

Andreas Berg ist Pressesprecher der Außenstelle Hagen beim Landesbetrieb Straßen.NRW. Ihm ist das Problem bekannt: „Wir haben einen Mitarbeiter, der ausschließlich für die Markierungen zuständig ist“, berichtet Berg. Der entsprechende Kollege sei allerdings als „Einzelkämpfer“ für ein Streckennetz mit einer Länge von insgesamt 1200 Kilometern zuständig, heißt es. 

Straßen.NRW kennt schadhafte Stellen

Wo die Markierungen in diesem Bereich schadhaft sind und nachgebessert werden müssen – diese Infos werden sofort an die Zentrale von Straßen.NRW gemeldet. Das ist auch mit den verschlissenen Markierungen in Halver geschehen. 

Abnutzungserscheinungen sind besonders an den großen Straßen wie Bundes- und Landesstraßen festzustellen. Im Bereich der Frankfurter Straße in Höhe der sogenannten Schreckenskurve ist das auch der Fall. „Wir haben das alles auf dem Schirm“, ist Andreas Berg genau im Bilde, wo in Halver gehandelt werden muss. 

Markierungsarbeiten in Halver besonders schwierig

Allerdings sind Berg und seine Kollegen momentan die Hände gebunden – und das gleich aus mehreren Gründen. Der Pressesprecher erläutert: „Um Straßen markieren zu können, sind wir auf trockenes Wetter angewiesen. Außerdem darf kein Streusalz mehr auf der Fahrbahn liegen. Im Prinzip haben wir für die Arbeiten also ein relativ verlässliches Zeitfenster von Mai bis Oktober.“ Dass Halver dabei nicht zu den Orten mit wenig Niederschlag gehört, ist Berg bekannt. Diese Tatsache macht Markierungsarbeiten in der Volme-Kommune zusätzlich schwierig – und das eigentlich das ganze Jahr über. 

Hinzu kommt ein weiteres Problem: Der Landesbetrieb Straßen.NRW führt Markierungsarbeiten nicht selbst aus, sondern vergibt die Aufträge an Fremdfirmen, die darauf spezialisiert sind. „Und die haben zurzeit eine ganze Menge zu tun. Denn jeder Straßenbaulastträger, auch die Städte, suchen Firmen, die für sie solche Arbeiten ausführen. Da sind wir beileibe nicht die einzigen“, erläutert Berg. 

Weniger Chemie auf den Straßen

Nach seinen Erfahrungen nehmen diese Unternehmen auch eher große Aufträge an, die sich auf Autobahnen beziehen: „Dort können viele Kilometer am Stück markiert werden, während die Arbeiten in den Städten aufwendiger und deshalb weniger attraktiv für die Unternehmen sind.“ Zu lange können aber auch die Arbeiten in Halver nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden, sonst sind einige weiße Striche bald ganz verschwunden. So lange haltbar wie in früheren Jahren sind die Markierungen heute ohnehin nicht mehr. Das, so erklärt es Andreas Berg, liege auch daran, dass früher viele chemische Substanzen zur Haltbarmachung verwendet worden seien. „Und die sind heute verboten“, weiß der Experte des Landesbetriebes Straßen.NRW.

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