Zerstörte Straßen

Kaputte Straßen: Lösung für L892 und mehr in Sicht

+
Für Begegnungsverkehr eher untauglich: die steilen Kurven zwischen Heesfeld, Neuenhaus und Berge.

Halver/Hagen - Im Fall der streckenweise zerstörten Straße von Schmidtsiepen über Berge nach Heesfeld gibt es gute Nachrichten aus Hagen.

Der Landesbetrieb Straßen.NRW sehe die Notwendigkeit der Wiederherstellung des Sträßchens und wird die erforderlichen Finanzmittel dafür bereitstellen, berichtet Bürgermeister Michael Brosch nach einem Termin beim Landesbetrieb in der Niederlassung in Hagen. Es geht um den Zustand der Straße, der sich nach der Vollsperrung der Bundesstraße 229 für Deckenarbeiten im Herbst schlagartig verschlechtert hatte.

Ortskundige Autofahrer hatten die Verbindung als willkommene Abkürzung genutzt. Dramatisch war die Lage zwischen den genannten Ortslagen insbesondere am ersten Tag der Sperrung, als auf der regulären Ausweichstrecke, der Landesstraße 892, die Heerstraße zwischen Halver und Oberbrügge, der Verkehr völlig zum Erliegen gekommen war. 

Der Begegnungsverkehr, der sonst nur in Ausnahmefällen zustande kommt, hatte dazu geführt, dass die Bankette völlig zerfahren wurde. Stellenweise war damit die Fahrbahn auf beiden Seiten um bis zu einem Meter, stellenweise mehr, in die anliegenden Wiesen verbreitert worden. 

Tiefe Pfützen und Schlammlöcher statt Bankette

Statt Bankette finden sich dort bis heute 15 Zentimeter tiefe Pfützen und Schlammlöcher. Auslöser des Chaos war, wie sich herausstellte, die nicht angepasste Ampelschaltung an der Aral-Tankstelle Klapperich im Kreuzungsbereich von B54 und B229, die bei langen Rot- und extrem kurzen Grünphasen für den Verkehr Richtung Lüdenscheid für Rückstaus bis Höhe Rhadermühle gesorgt hatte. 

Damit sei im Bereich Berge innerhalb kürzester Zeit ein Riesenschaden entstanden, hatte Brosch in Hagen argumentiert, unter anderem mithilfe von Bildmaterial und Berichterstattung des Allgemeinen Anzeigers zur Dokumentation der Verkehrsituation und des Schadensbildes. 

Der Landesbetrieb hatte sich in ersten Gesprächen und auf eine Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Gordan Dudas zunächst bedeckt gehalten, sieht sich nun aber doch in der Verantwortung. Eine Sperrung der Nebenstraße sei vor diesem Hintergrund gar nicht möglich gewesen. „Es war für niemanden im Vorfeld erkennbar, was da passiert“, hatten Brosch und Straßenbaufachmann Christoph Stillger in Hagen mit Blick auf den „Kollateralschaden“ vorgetragen. 

Die Lage auf der Heerstraße

Brosch geht davon aus, dass eine Wiederherstellung der Straße noch in der ersten Jahreshälfte erfolgen könnte. Weiteres Thema beim Termin in einem „guten und konstruktiven Gespräch“ war auch die Lage auf der Ausweichstrecke selbst gewesen. Die L892 war vor Beginn der Maßnahme auf der Bundesstraße provisorisch befestigt worden. Doch letztlich ausgelegt für den Schwerverkehr, der während der Arbeiten über die schmale Landesstraße rollte, war die Fahrbahn nicht. 

Die Befestigungen sind zum Teil heruntergefahren, Fahrbahnränder und Bankette flächig zerstört. Auch in dieser Hinsicht sei man beim Landesbetrieb auf Problembewusstsein gestoßen. Wie die Straße mit einem vertretbaren Aufwand haltbar wiederhergestellt werden kann, würde nun durch die Fachleute abgestimmt. 

Brosch hofft, dass eine Reparatur noch in der zweiten Jahreshälfte erfolgen könnte. Zu beiden Komplexen hatte es auch Nachfragen aus dem politischen Raum gegeben. Aus mehreren Fraktionen kamen Erkundigungen, ob Schäden dokumentiert seien und eine Schadensersatzpflicht durch das Land bestehe. Laut Brosch befinden sich beide Parteien „in einem sehr konstruktiven Dialog“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare