Straßen haben sich existenziell verschlechtert

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Zu den nicht wenigen Straßen mit den schlimmen Schäden gehört auch der Langenscheid. -

HALVER - Ein geradezu desaströses Bild vom Zustand der Straßen in Halver führte Christoph Stillger vom Fachbereich Bauen und Wohnen am Dienstag den Mitgliedern des Bauausschusses anhand von zahlreichen Fotos vor Augen. Insbesondere der starke Frost im lang anhaltenden Winter hat es längst deutlich zu Tage gebracht: Von Det Ruthmann

Schlagloch neben Schlagloch, eins tiefer als das andere, viele Risse, in die Wasser eindringt und bei Minustemperaturen für weitere Aufbrüche sorgt.

„Hälversprung“, Herpiner Weg, Südstraße, Tannenweg, Loh- sowie Ringstraße, Am Mühlenberg, Am Mühlengrund, Kamp-, Tal-, Katharinenstraße und auch die im „Musikantenviertel“, die Liste der dringend sanierungsbedürftigen Straßen war lang und hätte von Stillger noch deutlich verlängert werden können. Es betrifft nicht nur die Straßen in der Innenstadt, sondern auch im Außenbereich wie beispielsweise Engstfeld/Auf dem Heede.

Und teilweise sei es nicht mehr mit einer Sanierung – es soll, wie bereits berichtet, das Patch-System angewandt werden – getan. Südstraße wie auch die Auf dem Heede sind zum Beispiel „abgängig“, weil der Unterbau nicht mehr die Standfestigkeit hat, müssen also erneuert werden. Dafür stehen in diesem Jahr insgesamt 500 000 Euro im Haushaltsplan, mehr als in den Jahren zuvor.

Gleichwohl wies Bau-Fachbereichsleiter Franz Helmut Engel darauf hin, dass er dem Kämmerer 2 Millionen Euro als Wunsch für die Straßensanierungen vorgelegt habe. Ebenso führte er an, dass man in den letzten zehn Jahren „aus der Not heraus mit begrenzten Mitteln“ leben musste. In Addition der letzten zehn Jahre, so Engel und Stillger, hätten sich die Straßen „existenziell verschlechtert“.

Kämmerer Markus Tempelmann erläuterte, dass man darüber nachdenken müsse, ob – neben der Gemeindefinanzierung – nicht auch entsprechende Änderungen im Kommunalabgabengesetz (KAG) vorgenommen werden sollten, um dadurch die Anlieger an den Kosten zu beteiligen. Damit aber die Stadt nicht in die Schadenspflicht genommen werden kann, so Christoph Stillger, werde, sobald es die Witterung zulässt, mit den Maßnahmen „zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit“ begonnen.

Insgesamt 21 Maßnahmen (rund fünf von fast 300 Kilometern) werden für 100 000 Euro in Kürze durch das Patch-System saniert – was eine Haltbarkeit von drei bis maximal fünf Jahren zur Folge hat. Damit soll ab dem 19. April begonnen werden. Bei einem Teilstück der Straße „Auf dem Heede“ stehe ein Komplettausbau an.

Stillger, der die Bauausschussmitglieder auch über die Kosten der verschiedenen Sanierungs- und Erneuerungsmöglichkeiten informierte, wies ebenso darauf hin, dass mit den im Etat zur Verfügung stehenden Mitteln noch nicht einmal zehn Prozent (etwa 25 Kilometer) der städtischen Straßen mit dem Patch-System saniert werden können.

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