Stöber-Tag: Stadt sucht Unternehmen

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Die Stadt sucht nach Betrieben, die Kindern am 8. Mai das Stöbern ermöglichen. ▪

HALVER ▪ Einmal in die Welt der Erwachsenen eintauchen. Mit einem Polizisten auf Streife gehen, dem Bauern beim Melken helfen, mit dem Redakteur eine Zeitung erstellen: Der Stöber-Tag macht Kinderträume wahr. Am 8. Mai ist es wieder so weit. Dann blicken 103 Schüler der Grundschule „Auf dem Dorfe“ und der Schule an der Susannenhöhe hinter die Kulissen der Arbeitswelt.

„Das ist allerdings nur möglich, wenn sich genügend Betriebe bereit erklären, Kinder aufzunehmen“, erklärt Organisatorin Helene Schölzel vom Fachbereich Bürgerdienste der Stadt. 50 Unternehmen haben bereits zugesagt. Das sei eigentlich ein gutes Ergebnis, doch könnten etliche Betriebe nur Vormittags ein solches Angebot bieten. „Noch fehlen 16 Stellen für die Zeit von 14 bis 16 Uhr“, appelliert Schölzel an die Unternehmer.

Mit dem Stöber-Tag soll die starre Trennung zwischen Kinder- und Erwachsenenwelt aufgehoben werden. „Die Kinder sollen am alltäglichen Leben der Erwachsenen beteiligt werden und Erwachsene umgekehrt ihre Aufmerksamkeit gegenüber den Interessen von Kindern erhöhen“, heißt es im Informationsschreiben der Stadt.

Für die Kinder sei das ein ganz besonderer Tag. „Schon die einfachsten Dinge können für Kinder sehr spannend sein, nicht nur der Arbeitsablauf, sondern auch kleine Handreichungen sind für Kinder interessant“, erklärt Schölzel. Die Unternehmen sollten versuchen die Schüler möglichst in den Tagesablauf einzubeziehen. Wie viele Kinder aufgenommen werden, ist jedem Betrieb selbst überlassen. Auch die Haftung ist gesichert. Kommt es zu einem Schaden, greift die die Gemeindeunfallversicherung.

Besonders beliebt seien die Stöberstellen bei der Polizei, der Feuerwehr sowie sämtliche Berufe mit Tieren. „Bei den Mädchen sind auch Kosmetikberufe sehr gefragt“, berichtet Schölzel. Die Kinder dürfen Stöberstellen-Wünsche äußern, wovon mindestens einer erfüllt wird. „Alle können wir nicht realisieren. Die Kinder werden dann aufgeteilt“, erläutert Jugendzentrumsleiter Arndt Spielmann. Doch seien die meisten Kinder für alle Berufe zu begeistern. ▪ lm

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