Stiche lassen Lunge kollabieren

HALVER ▪ Im Prozess um Ümit K., der sich seit dem 11. März wegen versuchten Totschlags, gefährlicher Körperverletzung und räuberischer Erpressung vor dem Hagener Landgericht verantworten muss (wir berichteten), machten Ärzte gestern Angaben zu den Verletzungen des Opfers. Der 17-Jährige war vom Angeklagten mit einem Messer am Oberkörper verletzt worden.

Die Ärztin der Intensivstation gab vor Gericht an, dass der Geschädigte nach dem Vorfall am 10. Dezember mit einem stabilen Kreislauf ins Krankenhaus eingeliefert worden sei. Kurz darauf sei jedoch festgestellt worden, dass durch die drei Zentimeter tiefe und drei Zentimeter breite Schnittverletzung die Lunge in Mitleidenschaft gezogen worden war. Ein Toraxchirurg erklärte, das Messer habe das Lungengewebe verletzt, wodurch das Organ kollabiert war. Wäre die Verletzung unbehandelt geblieben, hätte sie durchaus tödlich sein können, so der Mediziner. Der Angeklagte nutzte gestern die Gelegenheit, sich beim Opfer zu entschuldigen. Da der Geschädigte nicht persönlich erschienen war, richtete er seine Worte an den Vertreter des 17-Jährigen. Der solle die Entschuldigung nun weitertragen.

Am Freitag wird der Prozess fortgesetzt. Dann soll unter anderem das Opfer des Überfalls auf das Sonnenstudio am Runden Eck gehört werden. Zudem soll das strafrechtliche Vorleben des Angeklagten thematisiert werden. ▪ Jana Peuckert

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