Halver bekommt attraktive Steuerhebesätze

+
Rund 20,1 Millionen Euro machen die Steuern im Halveraner Haushalt 2016 aus.

Halver - Mit einem Defizit von 1,85 Millionen Euro wird die Stadt Halver voraussichtlich den Haushalt 2016 abschließen. Aufwendungen in Höhe von 37,4 Millionen Euro und Erträge von 35,55 Millionen Euro schlagen zu Buche. Wie berichtet, stellte Kämmerer Markus Tempelmann den Haushaltsentwurf in der Ratssitzung vor.

Steuern machen im Haushalt 2016 der Stadt Halver rund 57 Prozent aller Erträge aus – in Zahlen rund 20,1 Millionen Euro. Größter Posten ist darunter die Gewerbesteuer, die 8 Millionen Euro in die Stadtkasse spülen soll. 7,52 Millionen Euro macht die Einkommenssteuer aus, mit 2,5 Millionen folgt die Grundsteuer B. Planungen zufolge sollen die Steuereinnahmen bis 2019 auf 22,05 Millionen Euro ansteigen. Zweitgrößter Posten im städtischen Haushalt 2016 sind mit 6,7 Millionen Euro öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte, gefolgt von Zuwendungen und allgemeinen Umlagen in Höhe von 4,4 Millionen Euro.

Den Erträgen gegenüber stehen die Aufwendungen im Haushaltsjahr 2016. An der Spitze stehen nach wie vor die Transferaufwendungen (15,6 Millionen Euro), darunter die beiden Kreisumlagen mit zusammen etwa 12,3 Millionen Euro. Den Personalaufwand mit rund 6 Millionen Euro sieht Tempelmann nach wie vor als einen guten Wert. Allerdings müsse die gemeinsam mit der Gemeindeprüfungsanstalt und der Bezirksregierung Arnsberg entwickelte Vorgabe, bis 2021 auf die Nachbesetzung frei werdender Stellen zu verzichten, „konsequent umgesetzt werden“, da ansonsten die Zielerreichung im Haushaltssanierungsplan, bis 2018 einen Ausgleich zu erzielen, gefährdet wäre. Die Sach- und Dienstleistungen (8,13 Millionen Euro) konnten in den vergangenen Jahren laut Tempelmann optimiert werden.

Insbesondere bei auslaufenden Verträgen bestehe weiteres Einsparpotenzial. In seiner Rede zur Haushaltseinbringung 2016 blickte Kämmerer Markus Tempelmann auch auf das Gewerbegebiet „An der Susannenhöhe“. Ein Jahr nach Fertigstellung der Erschließungsanlagen seien von 86 000 Quadratmetern noch 25 000 verfügbar. Diese, so betonte Tempelmann, würden schon für den mittelfristigen Bedarf nicht mehr ausreichen. Ohnehin war Tempelmann erfreut über die Gewerbe-Entwicklung der vergangenen Jahre in Halver. Seit 2009 sei die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Halver von 5387 auf 6054 (12,4 Prozent) gestiegen.

Der negative Pendlersaldo habe von -684 auf -374 reduziert werden können. Um den Trend beizubehalten, wolle man weiterhin gute Rahmenbedingungen für Unternehmen bieten, versprach Tempelmann. Attraktiv mache sich Halver nicht zuletzt durch die stabilen Hebesätze in der Gewerbesteuer (423 v.H.) und der Grundsteuer B (430 v.H.).

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare