Anhaltender Ärger über Randalierer

Löschzug Oberbrügge: Harmonischer Tag der offenen Tür nach Vatertag-Randale

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Für die kleinen Besucher gab es beim Tag der offenen Tür des Löschzugs Oberbrügge am Samstag verschiedene Angebote. Unter anderem hatte das Organisationsteam eine Hüpfburg aufbauen lassen.

Halver - Jens Vohrmann, stellvertretender Zugführer des Feuerwehr-Löschzuges Oberbrügge, hat das dringende Bedürfnis, seinem Ärger Luft zu machen. Beim Tag der offenen Tür am Samstag suchte er das Gespräch. Die Veranstaltung verlief allerdings ohne Zwischenfälle.

Die Stimmung konnte angesichts des schönen Wetters und zahlreicher gut gelaunter Familien mit vielen Kindern zwar nicht besser sein, doch der Vorfall beim Picknick am Donnerstag mit randalierenden Jugendlichen, der letztlich zu einem Abbruch des bis dahin gut besuchten Festes geführt hat, stößt Vohrmann und vielen der anderen Feuerwehrleute noch immer sauer auf. 

Am frühen Abend hatte zunächst ganz überwiegend ein Jugendlicher randaliert, war handgreiflich geworden (wir berichteten). Als die Veranstalter eingriffen, kamen immer mehr andere Jugendliche dazu, die ihrem Kumpel helfen wollten, im Ganzen schätzt Vohrmann die Gruppe auf etwa zehn Personen.

„Die hatten sich schon vorher auf unserem Fest nicht gut benommen, so dass wir zum Ende der Veranstaltung zum Beispiel etwa 250 kaputte Gläser einsammeln mussten“, ärgert sich der stellvertretende Zugführer. 

Dennis Wichert, Jessica Stübner und Tobias Lorke (von links) gehören zum Team des Löschzugs Oberbrügge der Feuerwehr Halver.

Schließlich eskalierte die Situation so extrem, dass die Polizei gerufen werden musste. Und selbst zu diesem Zeitpunkt war für den Hauptaggressor noch lange nicht Schluss – er griff eine Polizeibeamtin tätlich an und widersetzte sich seiner Verhaftung.

„Spätestens jetzt war die vorher gute Stimmung auf dem Nullpunkt angelangt und wir beschlossen, das Fest bereits gegen 20 Uhr abzubrechen“, erklärt Vohrmann. Auch wenn es sich an diesem Abend im Ganzen nur um eine Minderheit von Chaoten handelte, fürchten die Veranstalter nun um ihr Picknick – eine echte Traditionsveranstaltung. 

„Wir hoffen sehr, dass wir jetzt keine Auflagen von der Stadt bekommen und zum Beispiel einen Sicherheitsdienst engagieren müssen“, meint der stellvertretende Zugführer. Hierfür wäre vermutlich der Kostenaufwand zu groß und man müsse ernsthaft überlegen, ob das Fest zukünftig noch durchgeführt werden könne.

„Insgesamt haben uns an beiden Tagen bestimmt an die 1000 Leute besucht“, schätzt Vohrmann. „Da fänden wir es sehr schade, wenn unser Picknick durch ein paar Randalierer solchen Schaden nehmen würde.“

Der dreijährige Tom machte mit seinem Opa bei den verschiedenen Kinderaktionen beim Tag der offenen Tür mit.

Der Tag der offenen Tür nahm dagegen einen harmonischen Verlauf und lockte vor allem viele Familien mit Kindern nach Oberbrügge. Hier konnten zum Beispiel die beiden Löschfahrzeuge besichtigt werden, wobei eines bereits seit 30 Jahren im Einsatz ist. „Das zeigt sich jetzt noch einmal von seiner besten Seite, bevor wir es im nächsten Jahr ausmustern“, meint Dennis Wichert vom Löschzug Oberbrügge.

Viele Aktionen für die Kinder Darüber hinaus gab es eine Hüpfburg zum Toben, einen Mini-Bagger für Kinder, ein elektronisches Kartenspiel mit attraktiven Gewinnen sowie die Möglichkeit, sich beim Kinderschminken in wenigen Minuten ein anderes Aussehen geben zu lassen. Ferner konnten sich alle Gäste, die über Tombolalose mit Gewinnnummern verfügten, tolle Preise abholen. 

Wer übrigens nicht vor Ort war, kann noch in den nächsten zwei Wochen immer mittwochs am Feuerwehrgerätehaus die Liste mit den Gewinnern einsehen und sich einen eventuellen Gewinn abholen.

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