Reger Pendelverkehr zwischen Halver und Lüdenscheid

HALVER ▪ Halver ist insbesondere für Lüdenscheider ein begehrtes Ziel – weil die Bergstädter dort ihrer Arbeit nachgehen. Eine neue Erhebung des Landesamts für Statistik (IT.NRW) blickt auf den Pendelverkehr der einzelnen Kommunen im vergangenen Jahr und gibt so interessante Einblicke in die Struktur der Erwerbstätigen in Halver.

Dabei wird deutlich, dass die Stadt im Grünen keineswegs eine reine „Schlafstadt“ ist: So bezeichnet man gemeinhin Städte, die meist Wohnqualität, aber keine Arbeitsplätze bieten. Ganz im Gegenteil: Die Zahl der Ein- und Auspendler in Halver hält sich die Waage. Insgesamt 4212 Auspendlern, also Menschen, die in Halver wohnen, aber auswärts arbeiten, stehen 3635 Einpendler gegenüber. Gemeinsam mit der Zahl der innergemeindlichen Pendler (3950) lassen sich Quoten zur Vergleichbarkeit mit anderen Kommunen ermitteln. Halver liegt dabei im unteren Drittel – sowohl bei der Einpendler- (47,9 Prozent) als auch bei der Auspendlerquote (51,6 Prozent). Diese Quote stellt den Anteil der jeweiligen Pendler unter zusätzlicher Berücksichtigung der innergemeindlichen Pendler dar.

In beiden Segmenten wird deutlich, dass die Kreisstadt Lüdenscheid aus Halveraner Sicht sowohl ein beliebter Ziel- als auch Herkunftsort ist. Insgesamt 1004 Lüdenscheider fuhren laut IT.NRW im vergangenen Jahr über die Stadtgrenze, um in Halver zu arbeiten, 388 von ihnen weiblich. Damit stellt die Fraktion aus der Bergstadt mit 27,6 Prozent den mit Abstand größten Teil der Einpendler dar, gefolgt von 405 Kierspern (11,1 Prozent), 391 Schalksmühlern (10,8 Prozent), 208 Hagenern (5,7 Prozent) und jeweils 187 Einpendlern aus Wipperfürth und Meinerzhagen (5,1 Prozent). Einen besonders weiten Weg nach Halver nahmen 42 Dortmunder und 61 Iserlohner in Kauf.

Den umgekehrten Weg nach Dortmund schlugen im Jahr 2011 insgesamt 54 Halveraner ein. Den weitesten Weg zum Arbeitsplatz hatten im vergangenen Jahr jedoch jene 65 Bürger, die tagtäglich nach Köln fuhren. Die meisten Auspendler aus der Stadt im Grünen steuerten jedoch Lüdenscheid an (1670, 40 Prozent). Weitere begehrte Arbeitsorte für Halveraner waren im vergangenen Jahr Schalksmühle (424, 10,1 Prozent), Hagen (255, 6,1 Prozent), Radevormald (216, 5,1 Prozent), Kierspe (157, 3,7 Prozent) und Meinerzhagen (129, 3,1 Prozent). ▪ zach

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