Startschuss für Eltern-Befragung

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Interessiert begutachteten die Eltern einen Lernplan der geplanten Sekundarschule.

OBERBRÜGGE -  Gut auf die Veranstaltung vorbereitet hatten sich offenbar einige Eltern, als sie am Dienstag zum Informationsabend über die Sekundarschule ins Oberbrügger Bürgerhaus kamen. Ihre wichtigste Frage lautete: „Bleibt nicht die Qualität auf der Strecke, wenn die Schüler erst nach der Klasse 10 zum Gymnasium wechseln ?“

Diese Sorge konnte ihnen Barbara Schön, gebürtige Halveranerin und Leiterin der Sekundarschule Overath nehmen. Sie stellte Lernpläne mit differenzierter Aufgabenstellung vor und bot den Eltern Gelegenheit, dies an einem konkreten Beispiel zu vergleichen. Die neue Schulform könne auch neue Möglichkeiten für Vereine und Institutionen bieten. Das sind jedenfalls Schöns Erfahrungen aus Overath. Auf eine entsprechende Nachfrage einer Mutter sagte Thomas Gehring, Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste: „Wenn die Schule an den Start geht, nehmen wir Kontakt zum Stadtsportverband auf.“

Wenn sich auch einige Eltern noch mit dem Gedanken an Ganztagsunterricht anfreunden müssen, überwogen doch die Pro-Argumente. Die Lehrer der Sekundarschule Overath unterrichteten zuvor an allen Schulformen, so Barbara Schön. „So können wir die Schüler da ,abholen‘, wo sie gerade stehen.“

Thomas Gehring hob die Inhalte des Schulkonzeptes hervor: „Es ging auch darum, die Stärken der jetzigen Schulen zu erhalten“, sagte er. Die Kooperation mit dem Anne-Frank-Gymnasium und den berufsbildenden Schulen sei eine wesentliche Säule des Konzeptes. Marcus Kretschmer, Lehrer am Berufskolleg für Technik in Lüdenscheid, und Siegfried Florian vom AFG sprachen über die angedachte Kooperation. Bernd Ritschel, als Leiter der Oberbrügger Grundschule „Hausherr“ der Veranstaltung, drückte seinen Wunsch so aus: „Ich fände es gut, wenn es künftig in Halver die Sekundarschule und das Gymnasiums gäbe.“

In diesen Tagen erhalten die Eltern der Dritt- und Viertklässler den Elternfragebogen, der den Wunsch nach der Sekundarschule abrufen soll. „Ich wünsche mir eine Rücklaufquote von 100 Prozent“, sagte Gehring. Die Angaben auf den Bögen, bei denen es sich noch nicht um eine verbindliche Anmeldung handelt, sind anonym. Die Bögen sollten möglichst bis kommenden Mittwoch, 16. Oktober, also noch vor den Herbstferien, über die Schule oder den Hausbriefkasten des Rathauses zurückgegeben werden.

Eltern, deren Kinder keine Halveraner Grundschule besuchen, bekommen den Fragebogen bei Reinhard Neuhaus im Schulamt (Telefon 0 23 53 / 7 31 40, E-Mail r.neuhaus@halver.de).

Von Ursula Dettlaff

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