Stadtwerke Halver vor Umbau

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Halver - Die Stadtwerke Halver, zuständig im Wesentlichen für die Wasserversorgung, stehen vor einem tiefgreifenden Umbau. Die Kunden allerdings werden davon wohl kaum etwas bemerken. Auswirkungen auf Wasserpreis, Versorgungssicherheit und Qualität sind nicht zu erwarten.

Über Hintergrund und Ziele sprach der Allgemeine Anzeiger mit Bürgermeister Michael Brosch, Enervie-Vorstand Wolfgang Struwe und den künftigen Geschäftsführern Markus Tempelmann und Ronald Ludwig, Leiter des Kommunalbereichs in der Enervie-Gruppe.

Was ist das Ziel? 

Die Stadtwerke Halver wollen sich zukunftssicher aufstellen und zugleich kostengünstiger arbeiten. Unter den aktuellen Vorzeichen wäre das schwierig. Denn die Stadt Halver will aus Kostengründen den Betrieb der Straßenbeleuchtung zurück in eigene Regie übernehmen. Der entsprechende Vertrag mit den Stadtwerken läuft zum Jahresende aus. Damit wird die Belegschaft noch kleiner als sie ist, denn zwei Mitarbeiter wechseln zur Stadt. Eine dauerhafte Rufbereitschaft sei dann kaum mehr zu gewährleisten.

Wer nimmt die Aufgaben künftig wahr? 

Vier Mitarbeiter für den Bereich der Wasserversorgung bleiben im Unternehmen, andere wechseln durch Fluktuation. Kündigungen hat es an der Elberfelder Straße im Zusammenhang mit dem Umbau nicht gegeben. Abgedeckt wird das Aufgabenspektrum, unter anderem auch die Kanalunterhaltung, durch Dienstleistungsverträge mit den Stadtwerken Lüdenscheid, die dies auch mit weiteren Kommunen erfolgreich praktizieren, darunter mit der Stadt Kierspe.

Was bedeutet das für die Kunden? 

Durch die höhere Effizienz des Betriebs soll es möglich sein, Wasser in der gewohnten Qualität und zu stabilen Preisen liefern zu können. Hatten Stadtwerke Kunden für Strom und Wasser aber bisher zwei Anlaufstellen, könnte der Service in einer Geschäftsstelle für beide Sparten an der Mittelstraße – bisher nur Mark E – gebündelt werden. Gleichzeitig wollen die Stadtwerke auch Gas in Halver liefern. Auch das könnte an der Mittelstraße abgewickelt werden.

Ändert sich jetzt die Gesellschaftsstruktur? 

Nein. Hier bleibt alles beim Alten. Die GmbH bleibt erhalten mit 51 Prozent der Anteile bei der Stadt Halver und 49 Prozent bei den Stadtwerken Lüdenscheid, die zur Enervie-Gruppe gehören. Vorsitzender des Stadtwerke-Aufsichtsrats ist Bürgermeister Michael Brosch.

Sollen mit dem Umbau Kosten gespart werden? 

Ja. Gelingen soll dies durch die personellen Einsparungen durch die Kooperation. Die beiden Stadtwerke können durch die Zusammenarbeit bei Netzdienstleistungen und Rufbereitschaften sparen. Daraus ergeben sich höhere Dividenden für die Gesellschafter, die sich im Haushalt der Stadt Halver positiv bemerkbar machen sollen.

Was geschieht mit dem Gebäude an der Elberfelder Straße? 

Dort soll sich mittelfristig nichts ändern. Benötigt wird es für die vier verbliebenen Stadtwerker, aber auch für die zur Stadt gewechselten beiden Mitarbeiter, die sich um die Straßenbeleuchtung kümmern.

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