Stadtmarketing Halver möchte Leader-Fördergelder akquirieren

„Chancen sind für alle da“

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Bürgermeister Michael Brosch, Berater Alexander von Keyerlingk, Wolfram Stroese (1. Vorsitzender des Vereins Stadtmarketing für Halver) und Geschäftsführer Martin Esken (von links).

Halver - Wofür steht und welche Ziele verfolgt der Verein Stadtmarketing für Halver? Im Rahmen eines gemütlichen Beisammenseins im Kulturbahnhof informierte der Stadtmarketing-Verein am Montag umfassend über seine Aufgaben, Pläne und Aktivitäten.

Der Start des Projekts „Kaufhaus Halver“ mit einem „BigBang“ in 2017, sprich einer gemeinsamen Neueröffnung aller Einzelhändler und der Gastronomie an einem Tag, kristallisierte sich dabei als ehrgeiziges Ziel des kommenden Jahres heraus.

Rund 30 Teilnehmer folgten der Einladung zu gemeinsamem Essen und Information. Rückblick und Ausblick nahmen Wolfram Stroese, 1. Vorsitzender des Vereins, und Geschäftsführer Martin Esken vor. Als Experte für die Entwicklung zukunftsweisender Handelskonzepte, die auch in Halver greifen sollen, war der Gladbecker Alexander von Keyserlingk vor Ort.

Bürgermeister Michael Brosch, der zur Lenkungsgruppe des Projekts „Kaufhaus Halver“ gehört, schaltete sich in die abschließende Diskussion ein. Für 2017 sicherte er die Umgestaltung des Alten Marktes und des Kirchplatzes zur Steigerung der Attraktivität der vorderen Frankfurter Straße zu. „Vieles ist im Hintergrund passiert“, sagte Esken.

Auf die verkaufsoffenen Sonntage, den Halveraner Herbst („Rund 12 000 Leute werden erreicht“), Social Media-Aktionen und vieles mehr blickte er zurück. Durch die Geschenkgutscheine, die rund 10 000 Euro an Kaufkraft in Halver halten, sei das Stadtmarketing zudem ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Mit kalkuliert 15 Arbeitsstunden pro Monat drehe der Verein „ein relativ großes Rad.“

An eingefangenen Stimmen zur Einkaufsstadt Halver machte Wolfram Stroese seine Ausführungen zum „Kaufhaus Halver 2017“ fest. Von „Nix los!“ bis „Unglaublich, meine umsatzstärkste Filiale!“ reichte das Spektrum an Rückmeldungen. „Beide Aussagen sind richtig“, erklärte Stroese.

Mit dem neuen Fachmarktzentrum auf dem früheren Bahngelände, der Innenstadt und dem Einkaufszentrum Rathaus erhalte Halver drei Zentren.

Welche Chancen darin liegen, lotete Stroese aus. Durch das neue Fachmarktzentrum könnten alle profitieren. Der vorhandene Einzelhandel müsse sich auf Alleinstellung, Kundenbindung und Erlebniseinkauf konzentrieren. „Der Fachhandel muss mutig sein“, betonte auch Berater Alexander von Keyserlingk, der dem stationären Handel „die größten Chancen seit Langem“ bescheinigte. Oft fehle jedoch Mut und Innovationsfreude. Spezialisierung sei unerlässlich. Beispiele für Ladenkonzepte, die sich abheben, stellte er in Wort und Bild vor. „Nicht die Lage, sondern das Konzept zählt heute. Persönlichkeit ist wichtig.“

Das Fachmarktzentrum als starkes „frequenzbringendes“ Mittel zu begreifen und alles dafür zu tun, sich abzuheben, ermunterte er die Einzelhändler. „Chancen sind für alle da.“ Im Detail stellten Stroese und Esken den Aktionsplan vor, der ausgearbeitet wurde, um dieses Ziel zu erreichen. Vorrangig sei dabei die Erarbeitung der besonderen Positionierung eines jeden Händlers in Ergänzung (nicht Wettbewerb) zu den neuen und alten Filialisten.

Der Verein werde den Versuch unternehmen, Fördergelder dafür über das Leader-Programm zu erhalten. Nach persönlicher Vorstellung mit Bürgermeister Michael Brosch bei der Bezirksregierung Arnsberg habe der Verein am 14. November die grundsätzliche Zusage erhalten, dass das Projekt förderwürdig sei. Fragen zum Zeitplan angestrebter Beratungen der Einzelhändler interessierten bei der Diskussion. „Spätestens im März müssen die Beratungen laufen.“

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