Radwege für Schüler in Halver

Sicher mit dem Rad zur Schule: Konzept für Radwege und Schilder

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Rechts, links, an der Ampel bitte absteigen: Ordnungsamtsleiter Lutz Eicker, Bürgermeister Michael Brosch und Ingenieur Bernd Patzke (von links) stellen die Entwürfe für die Beschilderung der Schulradwege vor.

Dem gelben Pfeil sollen die Schüler folgen, wenn sie mit dem Rad zur Schule fahren. Dass sie sich auf dem besten Weg zum Ziel befinden, sollen ihnen bunte Schilder zeigen. Wo die Schilder die Kinder und Jugendlichen langführen, hat das Ingenieur-Büro Patzke in einem ersten Schritt geplant.

Halver - Das bisherige Radwegenetz, das Wohngebiete mit Schulen verbindet, stellt Bernd Patzke vor. Der Ingenieur hat es in Zusammenarbeit mit Christoph Stillger vom Fachbereich Bauen und Wohnen und zuständig für Verkehrsplanung sowie dem Ordnungsamt in einem ersten Schritt geplant. Die Pläne sollen nun als Beratungsgrundlage für die Fachausschüsse dienen, sagt Bürgermeister Michael Brosch.

Im Rahmen des vergangenen Planungsausschusses wurde über 30er-Zonen gesprochen, die im Stadtgebiet kommen sollen. Diese seien „geborene Fahrradwege“, sagt Michael Brosch und sieht dort eine gute Verbindungsmöglichkeit. Ziel der Planung ist es, alle Kinder sicher zu den Schulzentren zu bekommen, mit besonderem Augenmerk dort, wo die 30er-Zonen verlassen werden – wie etwa wenn Schüler vom Linger Weg zum Schulzentrum oder auch nur zur Lindenhofschule müssen. Ab der Von-Vincke-Straße wird der Verkehr ein anderer. Dort sollen die konzipierten Schilder den sicheren Weg weisen. In vielen Fälle bedeutete das, dass vorhandene Fußwege auch von Fahrradfahrern, die älter als zwölf Jahre sind, befahren werden können. Dazu stehe die Stadt momentan in Kontakt mit dem Märkischen Kreis, der dem Vorhaben zustimmen müsste.

Mehr als nur die üblichen Verkehrszeichen

Weiter sind eigene Beschilderungen geplant, die sich von den üblichen Verkehrszeichen abgrenzen. Sie sind speziell für Kinder und Jugendliche gedacht, leuchten am Wegesrand bunt und zeigen den Weg mit einem großen Pfeil. Neben den drei Richtungsweisungen gibt es auch das Ampel-Schild, das eine Straßenüberquerung markiert und zum Absteigen und Schieben appelliert. Ein Piktogramm soll die Schulen symbolisieren.

Beispiel Linger Weg: Ab der Von-Vincke-Straße ist die 30er-Zone vorbei. Hier sollen Fußwege auch für Radfahrer, die älter als zwölf Jahre sind, freigegeben werden.

Wenn das Konzept gut angenommen werde, könne man weiter überlegen, ob nicht auch ein Weg beispielsweise Richtung Herpine ausgezeichnet werden könne. Große Umbaumaßnahmen sind nicht geplant und die Kosten halten sich in Grenzen, sagt Bernd Patzke. Rund 100 Schilder werde man benötigen – für die Anbringung und für die Reserve.

Politik entscheidet im Ausschuss

Nach der Kommunalwahl, am Dienstag, 22. September, findet der nächste Ausschuss statt, in dem dieses Thema als Tagesordnungspunkt platziert wird. Bis der neue Rat zusammengesetzt ist, wird der Ausschuss mit bisheriger Besetzung stattfinden. Michael Brosch hofft auf positive Resonanz aus der Politik, die dem Projekt letztendlich zustimmen muss.

Wohngebiete sollen mit Schulen über sichere Radwege vernetzt werden. Einen ersten Plan und kindgerechte Schilder als Wegweiser hat das Ingenieurbüro Patzke erstellt.

An manchen Stellen sieht Lutz Eicker vom Ordnungsamt auf den ersten Blick direkt Verbesserungsbedarf und weist auf Ausweichstraßen hin, weil die geplanten Wege teils stark frequentiert seien. Hier sei ein reger Austausch wichtig, um am Ende für alle Schüler aus jedem Wohngebiet den optimalen Weg zu weisen.

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