Stadt soll pünktlich zum Shopping-Sonntag blühen

Finanz- und Muskelkraft für eine blühende Innenstadt: (von links) Wilhelm Helbert, Matthias Clever, Martin Rust und Peter Bell. ▪ F. Zacharias

HALVER ▪ Der Frühling soll eigentlich im Mittelpunkt des bevorstehenden verkaufsoffenen Sonntags stehen (wir berichteten). Doch eine blühende Blumenpracht suchte man in vielen Beeten entlang der Frankfurter Straße schon im vergangenen Jahr vergebens.

„Die Aktion der Blumenbeetpatenschaften ist in letzter Zeit eingeschlafen“, bedauert Wilhelm Helbert, erster Vorsitzender des Heimatvereins, die negative Entwicklung. Im März 2004 hatten Heimatverein und Stadtverwaltung das Kooperationsmodell aus der Taufe gehoben. Das Prinzip der Beet-Patenschaft: Gartenbaubetriebe und Privatleute erhalten die Materialkosten erstattet, verpflichten sich aber dafür, die Anlagen zu pflegen. Als „Gegenleistung“ weist ein Metallschild am jeweiligen Blumenbeet auf den entsprechenden Betrieb hin.

Die Schilder prangen nach wie vor auf den Begrenzungssteinen, doch Auswirkungen auf die benachbarten Beete hatten sie zuletzt immer weniger.

Wilhelm Helbert und Peter Bell vom Heimatverein bedauern diese Entwicklung natürlich, wissen aber auch um die Freiwilligkeit der Aktion. Umso mehr freuen sich die Vorstandsmitglieder über das Engagement des Vereins „Naturbühne Alter Markt“, der sich jetzt die Verschönerung der Innenstadt auf die Fahne geschrieben hat. „Wir wollen die Beete pünktlich zum verkaufsoffenen Sonntag in Schuss bringen“, sagen Martin Rust und Matthias Clever.

450 Stiefmütterchen sollen dafür bis spätestens Sonntag in 17 Beeten eingepflanzt worden sein. „Wir freuen uns darüber, wissen aber auch, dass der Verein diese Aufgabe nicht alleine schultern kann“, so Peter Bell. Und so wollen er und Wilhelm Helbert das Projekt „Beetpatenschaft“ wieder mit Leben füllen. In der Hoffnung, dass die heimischen Garten- und Landschaftsbauer wieder genauso mit an Bord sind wie etwa vor fünf Jahren, als sich Helbert und Reinhard Neuhaus über besonders schöne Grünzonen freuen konnten. ▪ Frank Zacharias

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