Stadt setzt „zwischen den Jahren“ auf Bürgerservice

Das Verwaltungsgebäude ist nur am Silvestertag geschlossen. ▪ Fraune

HALVER ▪ Bürgerservice statt Heizung runter, heißt es in dieser Woche im Rathaus an der Thomasstraße. Im Gegensatz zu anderen Städten bleiben die Türen des Gebäudes für die Besucher geöffnet, Verwaltungsmitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz.

„Es wäre ein schlechter Bürgerservice, wenn wir dicht machen würden“, begründet Katrin Serke, zuständig für das Personalwesen bei der Stadt, die Regelung. Zwischen Weihnachten und Silvester wird zwar insgesamt mit etwa der halben Belegschaft gearbeitet, doch besonders in den Bereichen, in denen großer Publikumsverkehr herrscht, wird der übliche Betrieb aufrecht erhalten. Denn: Besonders im Einwohnermeldeamt würden aktuell viele Bürger noch vorstellig. Ebenso das Thema Müllabfuhr brennt den Halveranern kurz vor der Umstellung auf das neue System und durch schneebedingte Einschränkungen bei der Leerung noch unter den Nägeln. Sogar das Standesamt bleibt aus einem guten Grund geöffnet: „Heute ist noch eine Trauung“, berichtete Serke am Mittwoch.

Einen Einspareffekt durch eine Schließung der Verwaltung „zwischen den Jahren“ sieht die Mitarbeiterin nicht. „Es ist im Grunde eine komplette Arbeitswoche.“ Lediglich am Silvestertag bleibt das Rathaus bekanntlich geschlossen. Daher habe es in diesem Jahr auch nicht die Überlegung gegeben, die Heizung runterzufahren und das Gebäude abzuschließen. Doch das Thema selbst bleibt stets im Blick. „Wir entscheiden von Fall zu Fall.“

Ein Teil der Mitarbeiter könne aber Urlaub nehmen, beziehungsweise Überstunden abfeiern. Stets nach der Maxime: Dienstbereitschaft muss gewährleistet sein. So würden sich die Kollegen absprechen. Es gelte grundsätzlich eine „ganz offene Regelung“ was die Überstunden betrifft. Eine „Ampel“ zeige zudem an, wann Höchstgrenzen erreicht sind. Ab 115 Stunden steht bei rot leuchtender Ampel außerdem ein Gespräch mit dem Vorgesetzten an. Mit der Regelung könnten insgesamt saisonale Spitzen ausgeglichen werden, so Serke. ▪ Marco Fraune

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