Stadt prüft Flächen für Öko-Strom-Erzeugung

Windenergie ist eine, aber nicht die einzige regenerative Energie, die auf städtischen Flächen „geerntet“ werden könnte. ▪ F. Zacharias

HALVER ▪ Die Stadtverwaltung prüft derzeit, auf welchen ihrer Flächen regenerative Energie erzeugt werden kann. Das gab Bürgermeister Dr. Bernd Eicker im Rahmen der jüngsten Ratssitzung bekannt. Zuvor war es in der AFG-Aula um den Antrag der Grünen-Fraktion gegangen, Angebote von Öko-Strom-Anbietern zu prüfen, um auch die Gebäude der Stadt Halver mit erneuerbarer Energie zu versorgen (wir berichteten).

Dabei hatte Fraktionschef Karl-Friedrich Osenberg zunächst die Befürchtung geäußert, die Verwaltung wolle den entsprechenden Antrag der Grünen abweisen. „Es ist guter alter Brauch, dass so etwas an die Ausschüsse weitergeleitet wird“, so Osenberg, der den Umstieg auf regenerative Energie insbesondere vor dem Hintergrund der Atom-Katastrophe in Japan forderte. Unterstützung erhielt er von allen Seiten: Sowohl Michael Brosch, Fraktionssprecher der SPD, und Werner Höfer von der CDU als auch Markus Turck von der UWG und Michael Kortmann von der FDP sahen Diskussionsbedarf, dem man am Besten in den einzelnen Gremien nachkommen könne. Dabei hob Turck jedoch eines hervor: „Der beste Strom ist der, den wir nicht verbrauchen.“ Ein Zitat, das auch ganz im Sinne der SPD- und Grünen-Fraktion war, die zuvor erneut gefordert hatten, Energiesparmaßnahmen für die städtischen Gebäude zu prüfen.

Und so wurde der Grünen-Antrag letztlich einstimmig an die Ausschüsse verwiesen. Alternative Angebote zu jenen der Mark-E, die anschließend noch in nicht-öffentlicher Runde besprochen wurden, sollen eingeholt werden.

Doch nicht nur in diesem Punkt verbuchten die Grünen am Montag einen Erfolg. Karl-Friedrich Osenberg wollte auch geprüft sehen, wie die Stadt selber in die Produktion so genannten Öko-Stroms einsteigen kann – womit er bei Bürgermeister Eicker scheinbar offene Türen einrannte.

„Wir sind in diesem Bereich schon tätig“, erwiderte das Stadtoberhaupt, das auf die laufende Prüfung vorhandener städtischer Flächen verwies. Man wolle – „mit Augenmerk“ – so schnell wie möglich alles tun, neue Energiequellen zu erschließen, so Eicker, der seine persönliche Einstellung zum Thema Atomkraft offenbart: „Meine Einschätzung dazu hat sich infolge der Katastrophe in Japan geändert.“ ▪ Frank Zacharias

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