Stadt lässt die schlimmsten Schlaglöcher flicken

Mitarbeiter des Baubetriebshofes waren in den vergangenen Tagen zwischen Krause Buche und Rotthausen aktiv. ▪ Weber

HALVER ▪ Wer zwischen Krause Buche und Schalksmühle-Rotthausen unterwegs ist, mutet seinen Stoßdämpfern mitunter einiges zu: Schlaglöcher machen die Strecke auf einigen Abschnitten zum Hindernisparcours. Doch damit soll bald Schluss sein.

Der Baubetriebshof ist seit einigen Tagen damit beschäftigt, die gröbsten Löcher in der Fahrbahn zu flicken. Wie lange diese Reparaturen Bestand haben werden, ist jedoch unklar. Denn: Selbst das immer häufiger eingesetzte „Patch“-Verfahren, bei dem ein Fahrzeug Bitumen ins Loch spritzt, ist der Stadt angesichts leerer Kassen zu teuer. Und so müssen sich die Mitarbeiter des Bauhofs damit begnügen, eine maximal zwei Zentimeter dicke Asphaltschicht per so genanntem Heißeinbau-Verfahren aufzutragen. „Dabei kommt Asphaltbeton zum Einsatz, der nur zu diesen Zwecken hergestellt wurde“, berichtete Baubetriebshofleiter Raimund Baytz gestern auf AA-Anfrage. Doch könne dieses Verfahren die Straßensicherheit lediglich kurzfristig aufrecht erhalten.

Wie so oft, betonte er erneut, dass eigentlich weitaus größere Mittel zum Substanzerhalt der 270 Kilometer langen Halveraner Straßen benötigt würden. Nach einer Berechnung der Verwaltung seien dafür pro Jahr rund 1,2 Millionen Euro notwendig – diese Schätzung sei jedoch bereits fünf Jahre alt, so der Leiter des Baubetriebshofs. „Das würde jetzt wahrscheinlich nicht mehr ausreichen.“

Wie berichtet, sind im aktuellen Haushaltsplan für die „Unterhaltung von Straßen und Wegen“ nur noch 200 000 Euro vorgesehen, im Vorjahr war dieser Posten noch mit 500 000 Euro ausgestattet. Allerdings betonte Kämmerer Markus Tempelmann zuletzt, dass weitere 300 000 Euro für Straßenerneuerungen nach dem Kommunalen Abgabegesetz investiert werden könnten – wenn Straßen bei finanzieller Beteiligung der Anwohner komplett saniert werden. ▪ Frank Zacharias

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