Hallenboden-Debatte geht in nächste Runde

Der Hallenboden an der Mühlenstraße ist seit Oktober eines der beherrschenden Themen in der heimischen Sportszene. Am Montag, 28. Januar, wird die Diskussion zwischen Vereinen und Stadtverwaltung im Kulturbahnhof fortgesetzt. - Archivfoto: F. Zacharias

HALVER - Den Vereinen, die in der Sporthalle der Ganztagsschule aktiv sind, steht in den kommenden Tagen Post ins Haus: Die Stadt lädt zur angekündigten Info-Veranstaltung ein, bei der mögliche künftige Bodenbeläge thematisiert werden sollen. Das Zünglein an der Waage werden nach AA-Informationen nicht nur die Kosten spielen.

Wie mehrfach berichtet, hatte sich die SG Schalksmühle-Halver (SGSH) nach der schweren Verletzung Jan Stuhldrehers beim Aufprall auf dem harten Boden über die Zustände beschwert und in der Folge sogar den Trainings- und Spielbetrieb an der Ganztagsschule gestoppt. Seither muss der Handball-Oberligist nebst sämtlichen Reserve- und Jugendmannschaften zur Schalksmühler Sporthalle Löh und in Lüdenscheider Sportstätten ausweichen. Im Gespräch mit dem AA hatte Mark Wallmann zuletzt betont, dass er auf einen schnellstmöglichen Austausch des Hallenbodens hofft - und zwar noch vor den Sommerferien. Wallmann ist seit November Geschäftsführer der vom Verein losgelösten SH-Handball-Spielbetriebs-GmbH, unter deren Dach die erste und zweite Mannschaft geführt werden.

Und eine Lösung ist offenbar in Sicht: Michael Schmidt vom Fachbereich „Bauen und Wohnen“ bestätigte gestern auf Anfrage, dass die betroffenen Vereinsvertreter für Montag, 28. Januar, 17 Uhr, in den Kulturbahnhof geladen werden. „Wir wollen die Situation darlegen und verschiedene Sanierungsmöglichkeiten und Produkte vorstellen“, so Schmidt.

Wenn es um die Frage nach dem besten Boden geht, seien die Kosten natürlich ein Punkt, den es zu berücksichtigen gelte - Schmidt rechnet für die etwa 1300 Quadratmeter große Hallenfläche mit Investitionkosten von ungefähr 150 000 Euro. Doch sei das nicht der einzige Faktor: „Es wird darum gehen, einen Konsens zu finden zwischen Nutzern und der Stadt“, sagt Michael Schmidt, der sich in den zurückliegenden Wochen intensiv mit dem Thema „Hallenboden“ auseinandergesetzt hat. Fest stehe, dass für jede Sportart spezielle Böden angeboten werden. „Allerdings müssen wir hier berücksichtigen, dass wir eine multifunktionale Halle haben.“

Auf den Tisch sollen am 28. Januar mehrere Vorschläge kommen, die zu diskutieren sein werden: Die Palette reicht vom oftmals geforderten Holzschwingboden über flächenelastische bis hin zu gemischtelastischen Systemen, die sich vor allem in einem Punkt unterscheiden: ihrer Aufbauhöhe. Rechnet Schmidt für einen niedrigen Schwingboden mit einer Höhe von mindestens 80 Millimetern, reduziere sich dieses Maß bei flächenelastischen Systemen auf 40 Millimeter, während gemischtelastische Böden 15 bis 20 Millimeter hoch seien. Soll nicht der komplette Estrich entfernt und keine „Rampenlösung“ zum Umkleidetrakt genutzt werden (Schmidt: „Es geht natürlich alles“), dürfte der neue Boden jedoch nur zwölf bis 15 Millimeter hoch sein. Und: „Natürlich erfüllen alle unsere Vorschläge die DIN-Norm“, betont Michael Schmidt. Weitere Details sollen am 28. Januar folgen.

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