Bahnweg und Hotel Frommann: Stadt Halver verkauft Gebäude

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Das Hotel Frommann sollte als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden.

Halver - Die Stadt Halver geht in die Verwertung freigewordener Immobilien und Flächen. Drei Gebäude stehen nun zum Verkauf.

An den Markt bringen will die Stadt Halver innerstädtisch die Gebäude Bahnweg 4 und 8 sowie das frühere Hotel Haus Frommann in Carthausen im Hälvertal. 

Die Mehrfamilienhäuser am Bahnweg dienten bis vor Kurzem als Unterkunft für Obdachlose. Ein neues Unterbringungskonzept macht sie in dieser Hinsicht überflüssig. Aus Sicht von Kämmerer Markus Tempelmann wäre an dieser Stelle ein Abriss und eine erneute Wohnbebauung wünschenswert. Im Gegensatz zu anderen städtischen Flächen sei an dieser Stelle eine kurzfristige Bauverpflichtung nicht zwingend erforderlich. 

Neue Wohnbebauung wäre Aufwertung 

Mittelfristig könne mit einer Neubebauung die Wohnstraße aber insgesamt aufgewertet werden. Die Nähe zum Einkaufszentrum mache den Bahnweg zur guten Lage. Der Bebauungsplan ist auf Wohnbebauung in diesem Bereich ausgelegt. 

Im Falle des Bahnweges 4 geht es um eine Fläche von 698 Quadratmetern, am Bahnweg 8 sind es 1065 Quadratmeter. Den Zuschlag bei einer Veräußerung soll nicht unbedingt der Interessent mit dem höchsten Gebot erhalten, erläutert Tempelmann das Verfahren. Bei mehreren Geboten erfolge eine Gewichtung zu 50 Prozent nach dem Preis und zu 50 Prozent nach der angestrebten Nutzung. 

Bahnweg 4: Die ehemalige Obdachlosenunterkunft steht zum Verkauf.

Diese Vorgabe gilt auch für das Haus Frommann, das die Stadt auf dem Höhepunkt des Flüchtlingszuzugs aus der Insolvenzmasse des verstorbenen Lüdenscheider Immobilienunternehmers Horst Hellerforth übernommen hatte. Ziel war es im Januar 2016 gewesen, angesichts weiter steigende Flüchtlingszahlen Unterbringungskapazitäten zu schaffen. Mit bis zu 600 Menschen, die nach Halver kommen würden, hatte man zu diesem Zeitpunkt gerechnet. 

Die Vermutung, dass es sich im Ergebnis mit dem Erwerb um eine Fehlkalkulation gehandelt haben könnte, weist Tempelmann zurück. „Wir wollten keine Zelte oder teure Traglufthallen“, sagt der Kämmerer rückblickend. Der Erwerb sei die günstigere Lösung gewesen. Man habe nun immer noch die Immobilie, die für die Unterbringung nur sporadisch genutzt worden sei, als Gegenwert. 

Nutzung als Hotel wünschenswert

Wünschenswert aus städtischer Sicht wäre an dieser Stelle eine Nutzung als Hotel. Planungsrechtlich wäre dies in der Nachfolge des Hauses Frommann ohnehin möglich, und vielfach komme aus der Halveraner Unternehmerschaft der Hinweis auf fehlende Hotelkapazitäten, wie Tempelmann sagt. 

2600 Quadratmeter umfasst diese Fläche. Unklar im städtischen Flächenportfolio ist noch die künftige Nutzung des Bereichs Susannenhöh mit dem Gebäude der früheren Förderschule. An dieser Stelle befände man sich noch in Gesprächen.

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